FW-Kreistagsfraktion informiert sich über die Arbeit des Amtes für ländliche Entwicklung

Tirschenreuth. Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler (FW) machte sich bei einem Besuch im Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz ein Bild von der Arbeit der wichtigen Behörde.

Die FW-Fraktion des Tirschenreuther Kreistags bei ihrem Besuch im ALE Oberpfalz. Foto: Annika Bock
Die FW-Fraktion des Tirschenreuther Kreistags bei ihrem Besuch im ALE Oberpfalz. Foto: Annika Bock
Am Rande des Feldes mit „Durchwachsener Silphie“ erklärte Stefan Haupt vom ALE Oberpfalz das
Am Rande des Feldes mit „Durchwachsener Silphie“ erklärte Stefan Haupt vom ALE Oberpfalz das „boden:ständig-Projekt“. Foto: Annika Bock
Annika Bock
Annika Bock

Behördenleiter Kurt Hillinger stellte den Fraktionsmitgliedern die Rahmenbedingungen und Herausforderungen der Verwaltung für Ländliche Entwicklung und des Amtes in Tirschenreuth vor. Neben klassischen Dorferneuerungs- und Flurneuordnungsverfahren, deren Finanzaufwand gut planbar sei, würden zunehmend Initiativen wie „Innen statt Außen“ oder „FlurNatur“ angeboten. „Auch dabei geht es um hohe Fördersummen, die jedoch viel schneller und kurzfristiger abgerufen werden – und so die Finanzplanung mit dem zur Verfügung stehenden Budget erheblich erschweren“, erklärte Hillinger. Dass trotz oft unvermeidlicher Wartezeiten auf Zuschüsse die Förderprogramme sinnvoll und nötig für die Entwicklung des ländlichen Raums seien, bestätigten auch die Besucher.

Leerstände beseitigen

„Leerstände zu beseitigen und Ortskerne wiederzubeleben ist eine ganz wichtige Aufgabe, die das ALE Oberpfalz in Angriff nimmt. Damit leistet es einen wertvollen Beitrag für die Zukunft unserer Dörfer“, bescheinigte FW-Kreistagsfraktionsvorsitzender Hans Klupp dem Behördenleiter. Neben der Innenentwicklung interessierten sich die Fraktionsmitglieder auch für Themen wie die Kleinstunternehmer-Förderung, das Regionalbudget für die interkommunale Zusammenarbeit und den Ausbau von Kernwegen, zu denen Hillinger und sein Stellvertreter Erik Bergner Rede und Antwort standen.

Individuelle Lösungen

Die Initiative „boden:ständig“ lernte die FW-Fraktion anschließend bei einer Exkursion in Konnersreuth kennen. Damit werden individuelle Lösungskonzepte für Kommunen wie Konnersreuth erstellt, die von Starkregenereignissen betroffen sind.

Nachdem dort mehrmals hintereinander ganze Felder in den Ort geschwemmt worden waren, leitete die Gemeinde Maßnahmen zum dezentralen Hochwasserschutz ein. Auf eigene Kosten wurde ein bewirtschaftbares Regenrückhaltebecken und ein breiter, naturnaher Wegseitengraben geschaffen. In Zusammenarbeit mit dem ALE Oberpfalz und weiteren Fachstellen hat die Gemeinde als Teil der Initiative „boden:ständig“ ein Förderprogramm für Landwirte zum Anbau der „Durchwachsenen Silphie“ erarbeitet; dabei handelt es sich um eine alternative Energiepflanze für Biogasanlagen, die auch dem Boden- und Erosionsschutz dient.

Guter Eindruck

Stefan Haupt vom ALE gab den Besuchern einen Einblick in das Projekt. Konnersreuth werde auch weiterhin vom ALE Oberpfalz unterstützt. Für den Bau der Rückhaltemaßnahmen werde ein Flurneuordnungsverfahren eingeleitet. FW-Fraktionschef Klupp sagte nach dem Besuch: „Wir haben am Beispiel Konnersreuth einen guten Eindruck von der Arbeit des ALE gewonnen.“

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