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Gastronomen nutzen Lockdown: Brauhaus erstrahlt in neuem Glanz

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Waldershof. Während der Lockdown die Quereinsteiger-Gastronomen zur Pause zwang, sorgten sie mit jeder Menge Fleiß und Schweiß für einen neuen Look im Brauhaus Waldershof. Jetzt fehlen nur noch die Gäste.

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Maria Förster packt an und sorgt für neuen Glanz bei alten Möbeln. Viele Renovierungsarbeiten machte das Gastronomen-Paar selbst. Fotos: Brauhaus Waldershof
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Johannes Medick verpasst den alten Stühlen einen neuen Look.
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Hell und modern - und dennoch "alt": So sieht die neue Stube aus. Jetzt fehlen nur noch die Gäste.
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Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus setzten vor allem der Gastronomie stark zu. Seit März 2020 mussten Restaurants, Gaststätten, Cafés und viele andere mit massiven Umsatzverlusten klar kommen.

Lockdown trifft Gastronomie-Quereinsteiger aus der Oberpfalz

Auch das Gastronomen-Paar Maria Förster (30) und Johannes Medick (33), ist vom Lockdown betroffen. Seit März 2020 konnten auch sie, mit Ausnahme von drei Monaten, die vier Wände ihres unter Denkmalschutz stehenden Hauses nicht mehr für Gäste öffnen.

Beide betreiben das Brauhaus Waldershof erst seit Juni 2019 und sind zudem Quereinsteiger in der Gastronomie. „Die ersten Monate seit der Eröffnung im Juni 2019 waren hart. Wir mussten uns erst als Team finden und es dauerte seine Zeit bis sich die Abläufe einspielten.“ Und gerade als alles halbwegs routiniert ablief, machte ihnen Corona einen Strich durch die Rechnung.

Auf viele Gäste angewiesen

Trotz Einhaltung der geltenden Hygiene-Vorschriften musste der Betrieb schließen. „Wir sind eine Zoigl-Stube, wir haben gemäß der Zoigl-Tradition nur wenige Tage im Monat geöffnet und bieten unsere Speisen und Getränke traditionell günstig an. Und gerade deshalb sind wir bei jeder Öffnung auf eine hohe Gästezahl angewiesen. Da zwangen uns die Abstandsregeln der Regierung schon frühzeitig in die Knie.“

Das große Glück der beiden: Sie betreiben das Brauhaus nur im Nebenerwerb. Beide sind hauptberuflich in anderen Branchen beschäftigt. „Wir maßen es uns nicht an, zu jammern. Wir haben zwar auch laufende Kosten, die wir auffangen müssen, aber die lassen sich zum Glück durch unsere Haupttätigkeiten abfedern“, erklärt Medick.

Der Lockdown ermöglicht ihnen weitere Schritte

Im Lockdown investierte das Paar seine Zeit in die noch nicht abgeschlossene Renovierung. Schon direkt nach dem Kauf im April 2019 wollten sie dem altbackenen Charme der 90er-Jahre zu Leibe rücken. Die Renovierung startete mit der Modernisierung des Thekenbereichs und einer neuen Bepolsterung von Stühlen und Bänken.

„Da wir von Anfang an fast alles selbst gemacht haben, fehlte uns bisher vor allem die Zeit für weitere Umsetzungen.“ Dinge, die seit der Eröffnung nicht möglich waren, gehen sie nun an. Auf Grund des Lockdowns können sie das Großprojekt „Renovierung Brauhaus“ wieder angehen.

Industrial Living mit Inventar von 1872

Die alten Kirchenbänke mitsamt der Tische sowie die abgetretenen Treppenstufen und Fußböden - alles wird abgeschliffen und gestrichen. Sie möchten sich optisch noch mehr dem Trend des Industrial Living annähern, natürlich prädestiniert für ein Gebäude, in dem sich noch Teile des Brauinventars von 1872 befindet.

„Wir möchten eher weg von der klassischen Zoigl-Stube hin zu einer einfachen, modernen Gastronomie.“ Ab wann der Umbau bestaunt werden darf, bleibt abzuwarten. Zur Wiedereröffnung freuen sie sich schon heute auf ein volles Haus. „Wir vermissen unsere Freunde und Gäste und sehen dem gemütlichen Beisammensein, ganz ohne gesundheitliche Bedenken, entgegen.“

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