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Gegen Raserei am Kleeberg: „Hier ist keine Autobahn“

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Flossenbürg. „Hier ist keine Autobahn“ steht auf dem Schildchen, das ein Anwohner an seinen Schuppen geheftet hat. Am Kleeberg, einem schmalen, kurvigen, sehr steilen Weg, wird zu schnell gefahren. Viel zu schnell. Auch der Gemeinderat hat keine Lösung.

Acht Kinder leben am Kleeberg. Deren Eltern haben Angst, wenn die Kinder auf die Straße gehen. Eine Straße, die schmal, sehr steil und verwinkelt ist. Und auf der trotzdem viel zu schnell gefahren wird. Foto: Gabi Eichl

Christina Rosner (CSU) bringt in der Gemeinderatssitzung ein Thema zur Sprache, das im Ortsteil Altenhammer viele ärgert. Autofahrer donnern ohne Rücksicht den Kleeberg hinauf - laut Rosner sind es vor allem Anwohner selbst, die zu schnell unterwegs sind. Sie seien schon darauf angesprochen und gebeten worden, langsamer zu fahren, ohne Erfolg. Rosner fragt: „Was können wir da machen?“

Bürgermeister: „Mit Latein am Ende“

Bürgermeister Thomas Meiler, selbst Polizeibeamter, sagt, in dem Fall sei man inzwischen mit dem „Latein am Ende“. Ein Zuhörer bestätigt die Raserei; es seien aber nicht nur Anwohner, sondern auch Fremde, sagt er. Sechs Kleinkinder und zwei Schulkinder wohnen am Kleeberg; deren Eltern seien in großer Sorge wegen der Raser.

Meiler sagt, die Raserei sei vollkommen unverständlich. Ausgerechnet der verwinkelte, enge Kleeberg. Aber Schilder, welcher Art auch immer, hielten die Raser nicht von ihrem Tun ab. „Oder gibt es Vorschläge von den Anliegern?“, fragt er. Ein Vorschlag ist, Autos am Straßenrand abzustellen.

Meiler weist aber darauf hin, dass zum Beispiel die Müllabfuhr unverrichteter Dinge wieder umkehren werde, wenn sie nicht anstandslos den Berg hinauf komme. Und der Anwohner meint: „Ich stell´ mein Auto nicht hin, das rammen sie mir.“ Meiler bietet an, von seiten der Gemeinde zumindest auf die ortsbekannten Raser zuzugehen, „aber ob das hilft, ist fraglich“, sagt er.

Rückersmühle: Keine Geschwindigkeitsbegrenzung

Der reibungslose Verkehr ist das große Thema des öffentlichen Teils der Sitzung. Meiler berichtet von der jüngsten Verkehrsschau durch die Polizeiinspektion Neustadt/WN. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung an der Straße Rückersmühle/Flossenbürger Straße, wie von einem Anlieger seiner Kinder wegen gewünscht, wird es nicht geben.

Das Anwesen, um das es geht, liegt außerorts, die Polizei verweist auf die Aufsichtspflicht der Eltern und empfiehlt, das Anwesen durch einen Zaun zu sichern. Meiler fügt an, die Gefahr für die Kinder sei in diesem Fall durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung nicht gebannt.

Steinbruch: Hinweis auf den Werksverkehr

An der Einmündung Hohenstaufenstraße/Gollwitzerweg sind Fußgänger durch parkende Autos gezwungen, vom Gehweg auf die Straße auszuweichen. Die Polizei schlägt vor, das Parken im Einmündungsbereich ganz zu verbieten oder nur den ganz rechts liegenden Parkplatz mit Bollern zu sperren.

Am Steinbruch Fröhlich kreuzt regelmäßig Werksverkehr. Auf diesen soll künftig mit einem Schild „Werksverkehr kreuzt“ hingewiesen werden.

Am Gaisweiher wird der Schilderwald entrümpelt. Dort waren zuletzt immer neue Schilder dazu gekommen, alte aber nicht entfernt worden, so dass inzwischen ein Wirrwarr an widersprüchlichen Regelungen ausgeschildert ist.

„Schauen wir mal, ob wir uns das leisten können“

Den schlechten Straßenzustand allgemein bringt eine Zuhörerin zur Sprache: „Kann man nicht wenigstens ein bisschen teeren, damit die Löcher nicht so gravierend sind?“ Meiler sagt, dass der Bauhof jedes Jahr in dieser Weise flicke und repariere, aber das geschehe immer dann, wenn Zeit dafür sei. Im Frühjahr sei man mit Kanalreinigung und Sicherungsarbeiten beschäftigt. Wenn das erledigt sei, hole der Bauhof das Teerfass aus Floss; so sei der Ablauf jedes Jahr.

Der Bürgermeister erinnert an die Abschaffung der Straßenausbaubeitragssatzung, die dazu geführt habe, dass Straßensanierungen für Gemeinden „schwer“ geworden seien.

Derzeit liefen die ersten Gespräche für eine Sanierung der Straßen am Plattenberg: „Schauen wir mal, was dabei raus kommt an Kosten, ob wir uns das leisten können.“

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