Gemeinderat Altenstadt: Neues Gerätehaus für die Feuerwehr Meerbodenreuth

Altenstadt/WN. Die Ortsfeuerwehr Meerbodenreuth bekommt ein neues Gerätehaus. In der jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat den Plänen zu.

Das Landratsamt machte Vorschläge für die ersten Sanierungschritte für Gelände der ehemaligen Glasfabrik Beyer & Co. Foto: Johann Adam

Die Ortsfeuerwehr Meerbodenreuth bekommt ein neues Gerätehaus. In der Sitzung am Mittwoch stimmte der Gemeinderat dem Architektenvertrag der Architektur & Ingenieurbüros Schultes GmbH für den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses für die Freiwillige Feuerwehr in Meerbodenreuth zu.

Grünes Licht für Einzelhandel

Zum Thema Bebauungsplan „Sauernlohe“ stellte Architekt Ralph Stadter in der Mittwochssitzung dem Gemeinderat die weiteren Änderungen vor. Vor allem die Diskussion um eine Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften stand dabei im Mittelpunkt. Wie Stadter erklärte, sei ein Teilbereich (ein Hektar Umgriff) für die Ansiedlung festgelegt worden. Diese sei in Abstimmung mit der Regierung und der Städtebauplanung erfolgt. Im weiteren Gebiet sei nur ein Annexhandel (siehe Infokasten) möglich.

Bernhard Pscheidt (Freie Wähler) meinte, dass man das Gebiet nicht starr festlegen sollte. Dies sei juristisch nicht haltbar. Man habe bei den Verhandlungen bei der Regierung das Mögliche erreicht. Ralph Bauer (CSU) fragte, ob später dafür auch Ausnahmen (Befreiungen) möglich seien. Christian Schramek (SPD) plädierte dafür, den Änderungen zuzustimmen, um endlich Nägeln mit Köpfen zu machen. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss wurde schließlich einstimmig genehmigt.

Was ist ein Annexhandel?

„Vertriebsverbund, bei dem die Nachfrage nach dem Versicherungsprodukt mit dem Erwerb anderer Produkte ( wie Kfz., Immobilien) oder mit der Nutzung anderer Dienstleistungen (zum Beispiel Urlaubsreisen, Vermietungen) verbunden ist. Die Vertriebsform steht auch im Zusammenhang mit dem sogenannten One-Stop-Shopping. Für den Annexvertrieb gelten bei Erfüllung bestimmter, eng definierter Voraussetzungen einige rechtliche Erleichterungen. Insbesondere entfällt die Erlaubnis- und Registrierungspflicht des Vermittlers (Erläuterung aus dem Gabler-Wirtschaftslexikon).

Solaranlagenbau genehmigt

Klaus-Peter Fels stellte dem Gremium in der Sitzung den Flächennutzungsplan und die Bauleitplanung für den Bau einer Photovoltaik-Freiflächenanlage vor. Gabriele Hagemann (CSU) kritisierte, dass dadurch wichtige Ackerfläche verschwinde. Dem Antrag auf Änderung des bestehenden Flächennutzungsplans stimmte der Gemeinderat bei vier Gegenstimmen von
Hagemann, Elisabeth Weiß, Ralph Bauer und Annett Kamm (alle CSU) dennoch mehrheitlich zu.

Im Gewerbegebiet Sauernlohe ist jetzt auch eine Fläche, auf der sich Einzelhandel ansiedeln darf, ausgewiesen. Foto: Johann Adam

Keine Versieglung

Beim Vorentwurf für die Bauleitplanung erläuterten die Fachleute, dass die Anlage mit Randeinfassungen und einem Zaun gebaut werden soll. Die Fläche werde nicht versiegelt. Auf Frage von Andreas Greiner (CSU) erklärte Klaus-Peter Fels, dass die Wegflächen um das Gebiet nicht beeinträchtigt würden. Für die Anlage müsse eine Ausgleichsfläche von 1,14 Hektar geschaffen werden. Diese befinde sich in der Nachbargemeinde Klobenreuth. Dafür seien Waldumbaumaßnahmen geplant. Bei vier Gegenstimmen von Gabriele Hagemann, Elisabeth Weiß, Ralph Bauer und Annett Kamm (alle CSU) stimmte der Gemeinderat dem Vorentwurf
zu.

Auf Katastrophen vorbereitet

Die Bedarfsermittlung für die Städtebauförderung für die nächsten fünf Jahre (2022 bis 2026) beläuft sich auf 7.204.000 Euro. Den Antrag der CSU-Fraktion auf einen Notfallplan für den Winter 2022/2023 stellte Ralph Bauer kurz vor. Bürgermeister Ernst Schicketanz erklärte, dass
solche Maßnahmen schon seit längeren angelaufen seien. So seien die gemeindlichen Gebäude, Schulen und Turnhallen auf ein Katastrophenszenario vorbereitet worden.

Sanierung von Beyer&Co

Der Bürgermeister gab dann eine E-Mail des Landratsamtes Neustadt/WN zu den Sanierungsuntersuchungen Beyer&Co bekannt. „Es wird empfohlen, als ersten Sanierungsschritt einen „Hot-Spot-AushubW mit entsprechendem Gebäuderückbau durchzuführen. Dies betreffe die Bereiche unter der Ofenhalle und der alten und neuen Säurepolitur sowie den Bereich des Neutralisationsbeckens. Um eine Vorzugsvariante für die anschließende Grundwassersanierung
festlegen zu können, sollen außerdem großtechnisch umsetzbare Abreinigungsverfahren erprobt werden. Schicketanz: „Für diesen ersten Sanierungsabschnitt haben wir jetzt einen FAG-Antrag gestellt.“

Genehmigt wurde der Bauantrag von Thomas Lugert auf Erweiterung des Balkons seines Wohnhauses in der Anton-Wurzer-Straße.

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1 Kommentare

Olaf - 12.11.2022

Ich finde es gut wie genau die Sanierung von Beyer&Co abläuft. Vor allem der Gebäuderückbau interessiert mich sehr. Hoffentlich wird alles rechtzeitig fertiggestellt. https://www.vat-abbruch.de/leistungen