Wirtschaft

Girls'- und Boys'Day: Nutzt eure Chance

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Weiden. Wie soll man als Teenager denn wissen, was man später einmal machen möchte? Vor allem, wenn man gar nicht so recht weiß, was es überhaupt für Möglichkeiten gibt? Für ein bisschen Orientierung im Berufs-Wirr-Warr sorgt jetzt schon seit 15 Jahren der Girls'Day und seit 2010 der Boys'Day. In diesem Jahr dürfen Mädels und Jungs am 28. April in die unterschiedlichsten Berufe hineinschnuppern.

Von Yvonne Sengenberger

Auch Kathrin Drechsel (22) aus Weiden hat so zu ihrem Traumjob gefunden. An der Mädchenrealschule in Waldsassen waren beim Berufswahlseminar Leute von Constantia Hueck Folien GmbH & Co. KG. Schon da wurde sie neugierig. Und beschloss sich für den Girls'Day bei der Firma anzumelden. "Das war ein super Einblick in den Beruf. Wir haben lustige Spiele gespielt - mussten zum Beispiel Fehler in gedruckten Folien finden", erzählt die Weidenerin. Danach wollte sie ein Praktikum zur Medientechnologin / Druck machen. Nach ihrer einwöchigen Mitarbeit stand fest: "Das will ich werden!" Seit einem Jahr hat Kathrin jetzt ausgelernt.

Ein Besuch beim GirlsDay kann sich durchaus positiv auf die Bewerbung auswirken. Der erste Eindruck bleibt eben doch,

erzählt Personalreferentin von Constantia Hueck Folien GmbH & Co. KG, Cornelia Uschold. Kathrin hat bei der Personalreferentin und dem Ausbilder für Medientechnologien / Druck, Horst Eismann, offensichtlich einen besonders guten Eindruck hinterlassen. Nach ihrer Ausbildung wurde sie jetzt übernommen.

GirlsDay BoysDay Arbeitsagentur Kathrin Drechsel (Mitte) hat sich Dank GirlsDay für eine Ausbildung zur Medientechnologin entschieden. Die Vertreter von Constantia Hueck Folien, Ausbilder Horst Eismann (rechts) und Personalreferentin Cornelia Uschold (zweite rechts), hoffen auf weitere weibliche Azubis. Margot Salfetter (links) und Monika Langer (zweite links) von der arge freuen sich auf einen spannenden Girls- und BoysDay

Möglichkeiten aufzeigen

"Wir wollen den Mädchen aufzeigen, welche Möglichkeiten sie haben", erklärt Margot Salfetter, die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Dabei würde das Angebot von den Mädchen schon sehr gut aufgenommen. "Es bleiben nur selten Plätze übrig. Am Ende sind meist alle Angebote ausgebucht", so Salfetter weiter. Der letzte Platz für den Tag bei Hueck ist auch schon weg. "Die Firmen lassen sich aber auch immer einiges einfallen, um die Begeisterung bei ihren Gästen für technische Berufe zu wecken."

Weniger Anklang findet der Boys'Day. "Das muss sich erst noch entwickeln. Den gibt es ja noch nicht so lange", weiß Monika Langner, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Weiden. Am Boys'Day können Jungs vor allem in soziale Berufe hineinschnuppern. "Am Beruflichen Schulzentrum, Fachakademie für Sozialpädagogik in Neustadt beispielweise kann man da ganz schön was erleben. Einen Rolli-Führerschein machen, zum Beispiel", erzählt Salfetter.

Viele Jungen meinen, sie wären Weicheier, wenn sie zum Beispiel als Erzieher arbeiten. Aber man sollte doch den Beruf wählen, der einem Spaß macht und gefällt,

findet Langner. Überhaupt wäre Weiden die einzige Stadt, in der es keinen einzigen Erzieher gäbe. Also Jungs, am 28. April könnt ihr mal abchecken, ob ihr demnächst der erste Weidener Erzieher werden wollt. Neben den vielen interessanten Berufen, die Jungs und Mädels am Girls- oder BoysDay kennenlernen können, hat das ganze außerdem einen weiteren Vorteil: Schulfrei!

So könnt ihr mitmachen

Mitmachen kann man theoretisch ab der fünften Klasse. Sinn macht es nach Meinung der Experten aber erst ab der siebten oder achten. Je früher man beginnt, umso mehr Berufe kann man sich angucken. Anmelden könnt ihr euch unter www.girls-day.de oder www.boys-day.de. Auf den Internetseiten gibt es einen Radar, der euch die Angebote in der Nähe zeigt. Mit ein paar Klicks könnt ihr euch bei eurer Lieblingsfirma anmelden.

Auch für Firmen bringt der Girls- oder BoysDay Vorteile. "In Zeiten von Fachkräftemangel, bekommt man so die Chance, sich den Jugendlichen als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen," erklärt Margot Salfetter. Mehr dazu erfahren Sie in der Agentur für Arbeit Weiden.

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