Glaubenwieser Straße: Für Kinder eine Katastrophe

Luhe. Fest steht, dass der Landkreis für das Jahr 2018 Mittel zur Planung des Ausbaus der Kreisstraße NEW17 bereitgestellt hat. Für die Baumaßnahmen selbst hat der Kämmerer für 2019 Geld eingeplant. Offen ist, ob die Gemeinde Luhe-Wildenau mit aufspringt und einen Gehweg errichten lassen wird. Über Für und Wider diskutierten Anwohner und CSU bei einem Ortstermin.

Außerhalb der Ortschaft wurde die Kreisstraße schon vor Jahren ausgebaut. Innerorts nutzen Anwohner der umliegenden Wohngebiete die Glaubenwieser Straße als Fußweg in den Ortskern. Kinder und Jugendliche marschieren zur Grundschule oder zur Bushaltestelle. Gleichzeitig ist die abschüssige Straße eine Umleitungsstrecke zwischen den Autobahnen A93 und A6. „Das ist echt gefährlich, wenn ich mit meinen Kindern und dem Kinderwagen unterwegs bin“, sagte Gisela Schulze.

Das ist schon für einen Erwachsenen gefährlich. Für Kinder ist es eine Katastrophe,

meinte Annemarie Schulze. „Später gehen wir auch mal mit einem Rollator“, gab ein weiterer Teilnehmer zu bedenken. „Die reden sich leicht. Die müssen das nicht bezahlen“, war aus den Reihen der unmittelbaren Anlieger zu hören, die befürchten, dass hohe Erschließungskostenbeiträge auf sie zu kommen, die ohnehin „die größte Ungerechtigkeit im bayerischen Recht“ seien.

Bedarf für Gehweg unstrittig

„Bisher ist von den Anliegern noch nichts für diese Straße bezahlt worden“, betonte Tobias Kick. Die Anlieger der Seitenstraße wären in der Vergangenheit alle zur Kasse gebeten worden. „Es bringt nichts sich gegenseitig den schwarzen Peter zuzuschieben“, sagte CSU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger, der auf Einladung des CSU Ortsverbandes den Gesprächsteilnehmern Rede und Antwort stand. „Das ein Bedarf für einen Gehsteig da ist, das ist unstrittig und die Bürger müssten nach normalen Satzungsrecht beteiligt werden, wobei die Umsetzung Sache der Gemeinde ist“, stellte Oetzinger fest.

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CSU Kreistagsfraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger versicherte, dass der Landkreis an einer gemeinsamen Planung interessiert sei.

Landkreis will gemeinsame Sache machen

Als ersten Schritt müsse die Gemeinde ein klares Signal geben, dass sie einen Gehsteig möchte. Dann könnten konkrete Planungen für eine gemeinsame Maßnahme aufgenommen und erst dann genauere Kostenkalkulationen angestellt werden. „Wir wollen grundsätzlich eine gemeinsame Maßnahme und gemeinsam planen“, versicherte der Fraktionsvorsitzende der Christsozialen. „Die Gemeinde ist dazu da, um Fördertöpfe abzuklopfen“, sagte Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres. CSU Ortsvorsitzender Norbert Wildenauer erinnerte an die Bedeutung der Straße als Fußweg zur Nikolauskirche auf dem Koppelberg. Die ganze Gemeinde würde durch den Bürgersteig eine Aufwertung erfahren. Er betonte, dass sich die CSU-Marktratsfraktion für die gemeinsame Planung mit dem Kreis ausspreche und einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat stellen werde.

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An der Glaubenwieser Straße diskutierten Vertreter des CSU Ortsverbandes und Anwohner der Kreisstraße mit Kreistagsfraktionschef Stephan Oetzinger über einen möglichen Ausbau der Kreisstraße mit einem Gehweg.
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Bilder: B. Grimm

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