Grünlandtag in Almesbach setzt auf zukunftsfähige Technologien

Weiden. Am 19. Juni 2024 informierten sich knapp 40 Landwirte in Almesbach über fortschrittliche Gülleausbringungstechniken und Grünlandpflege. Veranstaltet vom AELF Tirschenreuth-Weiden, wurden bodennahe Gülleausbringung und Nachsaattechnik präsentiert, um optimalen Grünlandaufwuchs für Milchkühe zu erzielen. Laut Düngeverordnung müssen ab Februar 2025 Dünger streifenförmig oder direkt in den Boden ausgebracht werden, wobei Techniken vorgeführt wurden, die Ammoniakverluste reduzieren und die Bodenbeschaffenheit verbessern.

Knapp 40 Landwirte informieren sich über bodenschonende und innovative Technik. Foto: Gerhard Gradl

Knapp 40 Landwirte folgten am 19. Juni 2024 einer Einladung zum Grünlandtag in Almesbach. Organisiert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Tirschenreuth-Weiden in Zusammenarbeit mit dem Staatsgut Almesbach und dem Maschinenring, fokussierte die Veranstaltung auf Techniken zur effizienten Grünlandbewirtschaftung. Im Zentrum der Vorführungen standen Innovationen wie Gülleseparation, Schleppschlauchausbringung, Ampferbekämpfung und Nachsaattechniken, die zukunftsfähige Lösungen für die Herausforderungen in der Grünlandpflege bieten sollen.

Neue Düngetechniken schonen Umwelt und Budget

Die Veranstaltung beleuchtete essentielle Themen wie die bodennahe und streifenförmige Düngerausbringung, die ab Februar 2025 gemäß der Düngeverordnung für Grünland, Dauergrünland oder mehrschnittigen Feldfutterbau verpflichtend wird. Gerhard Gradl, vom AELF, illustrierte die Vorteile der Schleppschlauchtechnik, welche die Ammoniakverluste deutlich reduziert.

“Die Schleppschlauchtechnik vermindert die Ammoniakverluste deutlich, weil weniger Wasser verdunstet, das dem Ammoniak als Lösemittel dient und der Stickstoff im Boden gebunden wird.”, so Gradl. Eine Demonstration von Wolfgang Bock aus Grafenreuth mit seiner mobilen Gülleseparieranlage zeigte, wie effektiv feste von flüssigen Bestandteilen getrennt werden können, um einen hochwertigen, humusreichen Dünger zu erzeugen.

Fortschritt in der Düngung: Weniger Futterverschmutzung

Die Teilnehmer erhielten Einblicke in fortschrittliche Techniken zur bodenschonenden Ausbringung von Gülle. Michael Müller aus Grünau präsentierte verschiedene Geräte, darunter welche mit und ohne Twin-Verteiler. Besonders interessant waren Verfahren, die eine minimale Futterverschmutzung bei gleichzeitiger Optimierung der Nährstoffaufnahme erreichen. Die Präsentation von Andreas Kiener, Betriebsleiter vom Staatsgut Almesbach, sowie der Einsatz eines Selbstfahrers mit Schlitztechnik von Stefan Riedl aus Albersrieth demonstrierten die Praktikabilität und Effektivität dieser Technologien.

KI-Revolution im Pflanzenschutz vorgestellt

Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung der KI-gesteuerten Rumex-Spritze durch Michael Müller, eine Innovation in der gezielten Bekämpfung von Ampfer. Die Maschine überzeugt durch ihre Pflanzenschonung und die erhebliche Reduktion von eingesetzten Pflanzenschutzmitteln. Die Bedeutung der Nachsaattechnik für die Erhaltung dichter und produktiver Grasnarben wurde durch den Einsatz eines Vredo-Schlitzgeräts mit Frontstriegel von Josef Spitzner aus Waidhaus-Reichenau unterstrichen. Diese Technologie verspricht eine effektive Aussaat mit guten Keimungschancen, gerade bei ausreichenden Niederschlägen nach dem Säen.

Die Veranstaltung schloss mit einem Appell von Gerhard Gradl an die Landwirte. “Kümmert Euch um´s Grünland, Eure Kühe leben davon!”. Er unterstrich die Wichtigkeit einer nachhaltigen Grünlandbewirtschaftung für die Zukunft der Landwirtschaft in der Region.

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