Gute Zusammenarbeit über kurze Wege: Antrittsbesuch von Oberst Poole

Grafenwöhr. Der neue Kommandeur der US-Army Garnison Kevin A. Poole lobte bei einem Gespräch mit Edgar Knobloch die Region und die Zusammenarbeit

Eine weitere gute Zusammenarbeit über kurze Wege wollen Oberst Kevin Poole (Mitte)und Bürgermeister Edgar Knobloch pflegen. Zusammen mit seiner Frau Patricia war der neue Garnisonskommandeur zum Antrittsbesuch im Rathaus. Bild: Gerald Morgenstern

„Ich liebe die Oberpfalz, ich liebe Grafenwöhr“ bekannte Oberst Kevin A. Poole beim Antrittsbesuch im Rathaus. Begleitet von seiner Frau Patricia bekräftigte der neue Kommandeur gegenüber Bürgermeister Edgar Knobloch, die bisherige gute Zusammenarbeit weiter ausbauen zu wollen. Seit 12. Juli diesen Jahres ist Oberst Poole Kommandeur der US-Armee-Garnison Bavaria und somit Chef der Standorte Grafenwöhr, Vilseck, Hohenfels und Garmisch. Oberst Poole spricht hervorragend Deutsch, seine Frau Patricia von Rekowski kommt aus Berlin.

Kommandant von der Region begeistert

Neben mehreren Verwendungen in den USA, Italien und Afghanistan war Poole auch schon längere Zeit beim Joint Multinational Readiness Center auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels stationiert. Seine letzte Verwendung war beim European Command in Stuttgart. Beide zeigten sich begeistert von der herzlichen Aufnahme in Grafenwöhr, an noch keinem der vorherigen Standorte hätten sie so ein gutes Miteinander und Zusammenleben erfahren. Bürgermeister Edgar Knobloch unterstrich die gute Verknüpfung der Stadt mit den amerikanischen Soldaten.

Den kulturellen Austausch feiern

Die große Zahl der deutschen Arbeitnehmer im Lager, die in der Stadt lebenden amerikanischen Familien, die Lage der Tore und das Angebot und die Nutzung der Gastronomie, Feste und Freizeiteinrichtungen nannte Knobloch als Gründe. 22 Feste, Konzerte und kulturelle Veranstaltungen einschließlich dem gelungen Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsfest standen in den Sommerwochen auf dem Programm, stellte der Bürgermeister heraus.

„Die Grafenwöhrer und Gäste aus nah und fern sehnen sich nach dem Deutsch- Amerikanischen Volksfest im Lager, das unbedingt wieder stattfinden soll“ richtete Knobloch die Bitte an den US-Kommandeur. Poole quittierte dies mit einem „Jawohl, Auftrag verstanden“. Da der bisherige Volksfestplatz, das Camp Kasserine mit festen Unterkunftszelten belegt ist, müsse ein neuer Platz gefunden werden.

Den „kurzen Dienstweg“ nutzen

Dass, das Zusammenleben und der Freizeitdrang junger Soldatinnen und Soldaten auch Herausforderungen mit sich bringe, darüber waren sich beide Gesprächspartner klar. In regelmäßigen Facebook- und Videobotschaften stellt der Kommandeur immer wieder heraus, dass die Regeln des Gastlandes einzuhalten sind. Zwischen dem Rathaus und dem Garnisonshauptquartier sollen auch weiter die kurzen Wege bestehen, „ein Anruf genügt“ bot Oberst Kevin Poole an. Oberst Poole besuche derzeit die umliegenden Gemeinden und die eigenen Dienststellen im Übungsplatz. „Ich treffe hier auf sehr viel gute Mitarbeiter“ lobte der Kommandeur und nannte das Beispiel des US-Firedepartments.

Große gegenseitige Unterstützung

Edgar Knobloch ging auf die Synergieeffekte ein, welche die deutschen Berufsfeuerwehrleute auch durch die Mitarbeit in den freiwilligen Wehren mit sich brächten. Zwischen der US-Feuerwehr und der Stadt bestehe auch ein gegenseitiger Unterstützungsvertrag, der sich erst jüngst bei den Waldbrandeinsätzen auf dem Übungsplatz wieder bewährte, so Knobloch. Oberst Poole sicherte auch die Unterstützung des Kultur- und Militärmuseums zu. Hier soll die Militärabteilung mit weiteren Kapiteln zur Geschichte des Truppenübungsplatzes ergänzt werden.

„Die Chemie passt“

1462 bereits, 30 Jahre vor der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus, ist das Rathaus gebaut worden, erläuterte Edgar Knobloch bei der Führung durch das Haus. Im Sitzungssaal ging das Stadtoberhaupt auf geschichtliche Ereignisse der Soldatenstadt ein. Der Besuch im Rathaus endete mit dem Austausch von Gastgeschenken und der beiderseitigen Feststellung: „Die Chemie passt, die Zusammenarbeit kann weiterhin Früchte tragen“

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