Ast kracht auf Auto und weitere Unfälle wegen Wintereinbruch

Neustadt/WN. Der Wintereinbruch hat, wie in Eschenbach und Tirschenreuth, auch im Bereich der Neustädter Polizei für einige Verkehrsunfälle gesorgt. Während viele Verkehrsteilnehmer sich den winterlichen Straßenverhältnissen anpassten gab es doch einige, die die Reibungskräfte unter- und die Straßenlage ihres Fahrzeugs überschätzten.

Den ersten Verkehrsunfall mussten die Beamten der Neustädter Polizeiinspektion am Mittwochmorgen gegen 06.20 Uhr in Windischeschenbach aufnehmen. Hier war im Ortsteil Neuhaus ein Mann (32) mit seinem Ford Mondeo auf der Kreisstraße NEW 19 aus Richtung Pfaffenreuth in Richtung Neuhaus unterwegs. An der Einmündung zur Ortsverbindungsstraße Dietersdorf-Neuhaus wollte er bremsen und nach links abbiegen. Die Reifen aber hatten kaum Haftung und der Wagen geriet ins Schleudern. Nachdem er sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle bringen konnte, prallte der 32-Jährige gegen einen auf der  gegenüberliegenden Seite in einer Bushaltestelle stehenden Peugeot einer Neustädterin (33). Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Sachschaden beträgt etwa 2.000 Euro.

Gegen 09.00 Uhr befuhr ein Mann (63) aus Pressath mit seinem BMW die NEW 25 von Kirchendemenreuth kommend in Richtung Windischeschenbach. Auf Höhe der Ortschaft Steinreuth kam er jedoch aufgrund er winterlichen Straßenverhältnissen nach links von der Fahrbahn ab und überschlug sich im Straßengraben. Der Fahrer wurde bei dem Unfall leicht verletzt. An seinem BMW entstand ein Schaden von etwa 10.000 Euro.

Unfall Steinreuth
Der Fahrer dieses BMWs kam von der Straße ab und überschlug sich. Foto: Polizei Neustadt

Besonders viel Pech hatte dieser Skodafahrer (57). Er fuhr gegen Mittag auf der B22 von Erbendorf kommend in Richtung Altenstadt/WN. Auf Höhe der alten Einfahrt nach Buch hielt ein Ast der Schneelast nicht mehr stand und stürzte auf den gerade vorbeifahrenden Skoda. Dabei wurde die Windschutzscheibe beschädigt. Der Fahrer kam mit dem Schrecken davon.

Panzer droht zehn Meter in die Tiefe zu stürzen

Knapp eine Stunde später war aus Richtung Hütten kommend ein US-Militärkonvoi auf der Kreisstraße NEW 2 in Richtung B470 unterwegs. Kurz vor der Einmündung zur B470 auf Höhe des Bahnhofs Parkstein-Hütten geriet der Fahrer eines vierrädrigen schweren Militärpanzers aus noch ungeklärter Ursache nach rechts auf das Bankett. Dort versank der schwere Panzer im aufgeweichten Seitenstreifen und drohte umzukippen. Nur der stabilen Schutzplanke war es zu verdanken, dass der Panzer nicht über den etwa 10 Meter hohen Abhang stürzte. Durch andere schwere Fahrzeuge konnten die Streitkräfte ihr havariertes Fahrzeug gegen das Abstürzen sichern und wieder bergen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. An der Schutzplanke und am Panzer entstand jeweils ein Schaden in Höhe von rund 2.000 Euro.

Straße für eine Stunde gesperrt

In Etzenricht fuhr um 14.15 Uhr eine Frau (36) mit ihrem Land Rover von Oberwildenau kommend auf die Einmündung zur Staatsstraße 2238 zu. Sie bremste ihr Fahrzeug ab. Aufgrund der Schneeglätte im Einmündungsbereich kam sie jedoch nicht mehr rechtzeitig zum stehen und schlitterte in die Staatsstraße. Dort kam aus Richtung Kohlberg ein Mann (23) mit seinem VW Crafter. Der VW-Fahrer konnte seinen Klein-Lkw nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte frontal gegen die Fahrerseite des Land Rovers. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der schwere Geländewagen auf die gegenüberliegende Straßenseite gegen die Schutzplanke geschleudert.

Durch den Unfall wurde der VW-Fahrer leicht verletzt und ins Klinikum Weiden eingeliefert. Die Unfallverursacherin blieb offensichtlich aufgrund der Robustheit ihres Geländewagens glücklicherweise unverletzt. Der Sachschaden beträgt aufgrund der beiden Totalschäden mindestens 50.000 Euro. Die Feuerwehr Etzenricht sicherte die Unfallstelle ab und regelte den Verkehr. Die S 2238 war für etwa eine Stunde einseitig gesperrt.

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