Herzkissen als Seelentröster

Weiden. Mit ihren selbstgenähten Herzkissen hilft der Frauenbund Herz Jesu, Menschen in schwierigen Lebensphasen Trost zu spenden.

Stolz präsentieren die Mitglieder des Frauenbundes ihre selbst genähten Herbstkissen. Foto: Helmut Kunz

Insgesamt 42 Herzkissen fertigte der Frauenbund Herz Jesu. Die Idee dahinter stammt ursprünglich aus Dänemark. Die Herzform sei ein passendes Symbol zur Begleitung durch die Operation und die Chemotherapie, hieß es.

Die Herzkissen trugen dazu bei, Schmerzen und Spannungen nach einem chirurgischen Eingriff zu lindern und seien für Brustkrebspatientinnen eine große Erleichterung. Nicht selten würden die Kissen auch die Funktion eines Seelentrösters in einer schwierigen Lebensphase übernehmen.

Um die Qualität und die Anforderungen an die Stoffe und das Füllmaterial zu erfüllen, erfolgte im Vorfeld eine fachmachmännische Beratung durch die Firma JuJu-Stoffe in Lanz bei Störnstein. Die Näherinnen von Herz Jesu waren Erika Steger, Rosi Armbrüster, Rosi Wild, Renate Kaudel, Eva Rösch-Stenzel, Andrea Konz, Gerlinde Hammer, Irene Schlamminger und Erna Möller. Der Frauenbund Herz Jesu ist Mitglied im Katholischen Deutschen Frauenbund (KDFB).

Für Frauen in Not

Der KDFB-Landesverband Bayern hat heuer beim 102. Katholikentag in Stuttgart den zweiten Preis der Deutschen Katholikentage (Aggiornamento-Preis) erhalten. Überzeugt hatte die Jury die Herzkissennähaktion als ein besonders menschliches und kreatives Projekt, hieß es in der Begründung. Seit 2018 nähen Mitglieder des Frauenbundes für die Herzkissenaktion „Frauen für Frauen“. Im Rahmen der Kooperation mit der Frauenklinik des Rotkreuzklinikums München erhielten mehrere Tausend frisch operierte Brustkrebspatientinnen ein Herzkissen. Damit sei die Herzkissenaktion ein äußerst wirksames Zeichen der Solidarität mit Frauen in Not.

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