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Hessenreuther Berg verliert seine Schrecken

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Erbendorf. Der Hessenreuther Berg gehört zu einer der gefährlichsten und kritischsten Verkehrssituationen in ganz Bayern. Die Unfallrate ist hier fünfmal höher als im übrigen Bayern. Bereits seit 40 Jahren wird deshalb der Ausbau der Strecke diskutiert. Jetzt soll es endlich verwirklicht werden.

Von Udo Fürst

Hessenreuther Berg Symbol Die Unfallrate am Hessenreuther Berg ist fünfmal höher als auf anderen Straßen in Bayern. Foto: Udo Fürst

Nun wird wohl bald Realität, worauf viele Autofahrer jahrzehntelang hofften, Umweltschützer und Grundbesitzer aber als unverhältnismäßigen Eingriff in die Natur strikt ablehnten: Die Bundesstraße 299 über den Hessenreuther Berg wird ausgebaut. Landrat Wolfgang Lippert sagte nach einer letzten Besprechung im Landratsamt:

Die Kuh ist wohl vom Eis.

"Nach 40 Jahren haben wir beim Ausbau der Bundesstraße 299 am Hessenreuther Berg nun endgültig Einigung erzielt.“ Bei der Besprechung habe man durch einige Planänderungen auch den Bund Naturschutz zufriedengestellt und zum Einlenken bewegt. „Für mich war das der endgültige Durchbruch“, so der Landrat erleichtert. Mit den anderen beteiligten Stellen und Verbänden sei bereits im Jahr 2014 Einigung erzielt worden.

Unfall Hessenreuther Berg Immer wieder gibt es schwere Unfälle an dieser Stelle Foto: Wellenhöfer

Maßnahmepaket geschnürt

Bürgermeister Hans Donko gab die Einigung in der jüngsten Sitzung des Erbendorfer Stadtrats bekannt. Er sprach dabei von einem Durchbruch, den Landrat Lippert mit der Bund-Kreisgruppe und dem Staatlichen Bauamt erzielt habe. Donko zitierte aus einem Schreiben des Leiters des Staatlichen Bauamts Amberg-Sulzbach, Henner Wasmuth. Demnach sei ein weiteres Maßnahmenpaket geschnürt worden, das auch vom Bund Naturschutz getragen werde.

Ein strittiger Punkt war die Bauwerksbreite der Grünbrücke, die den Naturschützern mit 38 Metern zu schmal war. Sie wurde nun auf 50 Meter verbreitert. Damit verschiebt sich das Bauwerk in Richtung Pressath. Der Querungsbereich wird mit Blendschutzwänden und Wildschutzzäunen ausgestattet. Ferner werden gegenüber der alten Planung die Parkflächen auf „verinselte Flächen“ zwischen der neuen B 299 und der Anbindung des Abspanns verlegt. Nicht zuletzt wird die Querungsfläche auf dem Bauwerk auf der Nordseite zum Schutz wechselwarmer Arten mit einer wassergebundenen Oberfläche um 50 Meter verlängert.

Erster Schnee Hessenreuther Berg Vor allem im Winter ist der Hessenreuther Berg eine gefährliche Strecke: Schlechte Sicht, rutschige Straßen, 19 Prozent Steigung Foto: Wellenhöfer

Gute Lösung für alle

Die überarbeitete Planung ist eine gute Lösung für alle Beteiligten,

stellte Donko fest. Der Bürgermeister, der sich immer eindeutig für das Projekt aussprach, hofft, dass der Ausbau zeitnah ausgeführt werde. Er dankt dem Staatlichen Bauamt und Landrat Wolfgang Lippert und lobt die Kompromissbereitschaft der Bund-Kreisgruppe. Donko: „Nach 40 Jahren hitziger Diskussion ist nunmehr ein fairer Kompromiss gefunden worden. Was lange währt, wird endlich gut.“

Somit kann mit dem Ausbau der Strecke im nächsten Jahr begonnen werden, wenn das Planfeststellungsverfahren mit einem bestandskräftigen Beschluss abgeschlossen ist. Auch vom Bauamt liegt eine detaillierte Planung des Ausbaus vor.

Fotos: Udo Fürst

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