Kultur

Historische Geschichte der über 550 Jahre alten Laurentiuskirche

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Hütten. Die Ursprünge des ältesten Stadtteils von Grafenwöhr, Hütten, reichen in das 13. Jahrhundert zurück, als einfache Arbeiter ihre Hütten an der Haidenaab bauten, um Kaufleuten beim Queren des damals sumpfigen Gebietes zu helfen.

Marie-Theres und Wolfgang Baur führen am "Tag des offenen Denkmals" durch die Laurentiuskirche Hütten. Bild: Renate Gradl

Zum "Tag des offenen Denkmals" war auch die Tür der zirka 550 Jahre alten Laurentiuskirche in Hütten geöffnet, wo Marie-TheresBaur und Wolfgang Baur einiges Wissenswertes über diese Kirche erzählten.

Die Ursprünge der Laurentiuskirche in Hütten gehen wahrscheinlich auf das 12./13. Jahrhundert zurück. 1457 wird die von Konrad Mendel, einem Gutsbesitzer in Steinfels, Hütten und Grub, in ihrer heutigen Form - damals noch ohne Turm und ohne Sakristei-erbaute Laurentiuskirche erstmalig urkundlich erwähnt. Die Kirche diente bis 1627 als lutherische Pfarrkirche. Die Empore in der L-Form erinnert an eine evangelische Nutzung der Kirche. In der Folgezeit wechselte die Religion der Hüttener mehrmals. Ab 1652 wurde die Kirche rund 300 Jahre lang simultan genutzt.

Privatbesitz von Elisabeth Wittmann

In der Folgezeit wechselten die Besitzerfamilien. Auch heute noch ist die Laurentiuskirche im Privatbesitz von Elisabeth Wittmann - der Vorplatz ist städtischer Grund. Mitte des 19. Jahrhunderts erhielt die Kirche einen Turm und 1922 den heutigen Sakristeianbau. Die wachsende Einwohnerzahl in Hütten führte 1936 zu dem Neubau der Josefskirche für die katholische Gemeinde in Hütten.

Neben den geschichtlichen Details wies Marie-Theres Baur auf das Epitaph (Grabdenkmal) von 1714 des Albrecht Friedrich Güß von Güssenberg, Sohn des damaligen Besitzers des Hofgutes im Vorraum der Kirche hin. Dieses war ursprünglich vor dem Hochaltar, in die Steinplatten des Ganges eingelassen.

Führung mit ökumenischer Radfahrer-Andacht

Das Altarbild zeigt den Namensgeber, den heiligen Laurentius. An der Seite sind der heilige Eduard und die heilige Elisabeth zu finden, sowie der heilige Nepomuk. Die bunten Glasfenster stammen von der Familie Schlör. Hinter dem Innenputz wurden aufwendige Malereien entdeckt. Die Führungen wurden mit einer ökumenischen Radfahrer-Andacht mit Pfarrer Daniel Fenk und Pfarrer Thomas Berthold abgeschlossen.

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