Hochschulbeschäftigte streiken für mehr Geld

Weiden/Amberg. Die Gewerkschaft ver.di ruft am Montag, 20. November, die Beschäftigten der Universität Regensburg, der OTH´s in der Oberpfalz und der Oberpfälzer Einrichtungen des Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz für mehr Geld zum Streik auf.

Vater Staat als Sponsor: Aufgrund der deutlichen Erhöhung des Freibetrags haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2024 mehr Netto vom Brutto. Symbolbild: Pixabay

Im Rahmen des bundesweiten Campus-Streiktages ruft ver.di für Montag, 20. November , die Beschäftigten an der Universität Regensburg, der OTH´s in der Oberpfalz und der Oberpfälzer Einrichtungen des Studentenwerks Niederbayern/Oberpfalz zu einem Warnstreik auf. Die Beschäftigten fordern eine kräftige Gehaltserhöhung und gute Arbeitsbedingungen.

Preise sind stark gestiegen

„Die Preise sind stark gestiegen und sie steigen weiter, deshalb brauchen die Beschäftigten deutlich mehr Geld“, erklärte Heinz Neff vom Landesfachbereich für Gesundheit, soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft der Gewerkschaft ver.di. „Sie wollen mit ihren Kolleginnen und Kollegen bei Bund um Kommunen gleichziehen. Die Landesbeschäftigten dürfen nicht abgehängt werden.“ Beschäftigte mit niedrigem und mittlerem Einkommen seien durch die hohe Inflation besonders gebeutelt, deshalb wolle ver.di für sie eine überdurchschnittliche Erhöhung erreichen.

Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte

Zudem will ver.di für studentische Hilfskräfte ein Tarifvertrag durchsetzen, den „TV Stud“. „Ohne die bundesweit mehr als 300.000 studentischen Beschäftigten würden die Hochschulen nicht laufen“, betonte der für den Bereich Wissenschaft in der Oberpfalz zuständige Gewerkschaftssekretär, Sven Czekal. „Auch sie brauchen endlich einen Tarifvertrag, der die Arbeitsbedingungen verlässlich und gut regelt.“

Auch die Leitung der Universität Regensburg, der Oberpfälzischen OTH’s und des Studentenwerks Regensburg seien nun gefordert. „Die Bezahlung im Länderbereich muss zum kommunalen Tarifvertrag TVöD aufschließen, damit die dringend benötigten Arbeitskräfte gewonnen und gehalten werden können“, so Sven Czekal. „Die Hochschulen müssen bei ihren Finanzministern auf eine angemessene Bezahlung drängen – in ihrem eigenen Interesse.“

10,5 Prozent mehr Lohn

Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen 10,5 Prozent, mindestens aber 500 Euro mehr im Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Nachwuchskräfte sollen 200 Euro mehr erhalten und Auszubildende unbefristet übernommen werden.

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