Hoher Besuch: Bayerischer Staatsminister beim Lichtmessempfang in Speinshart

Speinshart. Hoher Besuch kündigte sich an: Beim Lichtmessempfang im Speinsharter Gemeindezentrum war der Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, zu Gast.

Ein Pflichttermin für jeden Festredner: Der Eintrag in das Goldene Buch der Klostergemeinde, umrahmt  von den Ehrengästen des Lichtmessempfangs.
Foto: Robert Dotzauer
Ein Pflichttermin für jeden Festredner: Der Eintrag in das Goldene Buch der Klostergemeinde, umrahmt von den Ehrengästen des Lichtmessempfangs. Foto: Robert Dotzauer
Die Überreichung von Oberpfälzer Schmankerln an den Ehrengast nutzte Bürgermeister Albert Nickl dazu, dem Minister augenzwinkernd Unterschriften in weiteren Förderbescheiden nahezulegen. Foto: Robert Dotzauer
Die Überreichung von Oberpfälzer Schmankerln an den Ehrengast nutzte Bürgermeister Albert Nickl dazu, dem Minister augenzwinkernd Unterschriften in weiteren Förderbescheiden nahezulegen. Foto: Robert Dotzauer
Speinshart, ein Ort der Begegnung. Dazu gehört der alljährliche gemeinsame Lichtmessempfang der Gemeinde und des Klosters. Mit Wissenschaftsminister Markus Blume als Festredner, stellte Bürgermeister Albert Nickl einen großen Förderer Speinsharter Zukunftspläne vor. Foto: Robert Dotzauer
Speinshart, ein Ort der Begegnung. Dazu gehört der alljährliche gemeinsame Lichtmessempfang der Gemeinde und des Klosters. Mit Wissenschaftsminister Markus Blume als Festredner, stellte Bürgermeister Albert Nickl einen großen Förderer Speinsharter Zukunftspläne vor. Foto: Robert Dotzauer
Ehrenamtliche leben länger. Diese Botschaft kam auch bei einer Abordnung der Speinsharter Feuerwehr gut an. Foto: Robert Dotzauer
Ehrenamtliche leben länger. Diese Botschaft kam auch bei einer Abordnung der Speinsharter Feuerwehr gut an. Foto: Robert Dotzauer
Foto: Robert Dotzauer
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Foto: Robert Dotzauer

Der Speinsharter Lichtmessempfang inspiriert. Erst recht, wenn es viel Licht für die Zukunft des Klosterdorfes gibt. Denn die Weiterbeschäftigung der Speinsharter „Knechte und Dienstboten“ ist gesichert. Anstelle ihres Jahreslohnes bekommen sie zum Lichtmessempfang allerdings nur Lob, Dank und den Auftrag, das Klosterdorf in eine goldene Zukunft zu führen.

Vertreter der Bayerischen Staatsregierung in Speinshart

Kerzenschein, Lichterprozessionen und Lichtermessen. Die Strahlkraft des Feiertages beflügelt. Ab Mariä Lichtmess gibt es viel Licht. Die Tage werden länger. Das Bauernjahr startet mit all seinen Traditionen und der Frühling naht. Ein Grund, Mariä Lichtmess zu feiern. Erst recht, wenn man auf die Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung bauen kann. Deren Vertreter war am Sonntag beim 10. Lichtmessempfang im Speinsharter Gemeindezentrum ein hochwillkommener Ehrengast.

Mit dem Staatsminister für Wissenschaft und Kunst kommt ein Freund nach Speinshart, wie Bürgermeister Albert Nickl schon bei der Begrüßung der vielen Gäste betonte. Unter ihnen waren Landtagsvizepräsident und CSU-Stimmkreisabgeordneter Tobias Reiß und die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Ötzinger und Laura Weber, Bezirksrat und Landrat Roland Grillmeier, Landrat Andreas Meier, Kommunalpolitiker aus der Region und Vertreter der US-Army, Schul- und Behördenvertreter, Uni- und Hochschulprofessoren, Delegierte aus der Vereinswelt und viele stille Unterstützer.

Der Begrüßung folgte Lobpreis für einen „gern gesehenen Staatsgast“. „Die regelmäßige Anwesenheit von Markus Blume in Speinsharts guter Luft weckt bei allen Akteuren Frühlingsgefühle“, schmeichelte der Bürgermeister. Albert Nickl bezog sich dabei besonders auf die regelmäßigen Frohbotschaften des Kabinettsmitglieds zur Fortentwicklung der internationalen Begegnungsstätte Speinshart zu einem Wissenschaftszentrum. Einem künftigen Leuchtturmprojekt, das eine ganze Region aufwerte. Weitere profunde Dankesworte des Gemeindechefs folgten.

Mit dem Segen Gottes den Fortschritt gestalten

Auch der Administrator des Klosters, Co-Gastgeber Abt em. Hermann Josef Kugler wusste die Unterstützung der Staatsregierung und darüber hinaus des Bundes und vieler Institutionen für das große gemeinsame Ziel der Speinsharter zu schätzen. Zur Freude der Abtei seien nachhaltige Weichen für die Zukunft des Klosters gestellt worden. Verbunden mit dem Dank an alle Unterstützer, erinnerte der Administrator der Prämonstratenserabtei an die Redensart über „Das Zeitliche segnen“.

Einer Redewendung, die mit dem Dank für ein gelungenes Leben zu tun habe. Bei der Ohnmacht dieser Tage im Schatten von Missgunst und Feindseligkeit eine gute Wegweisung, mit dem Wohlwollen und dem Segen Gottes das Jahr zu gestalten und dem Menschen und dem Fortschritt gleichermaßen zu dienen. „Herr, schenke der Wahrheit mehr Freunde und sorge dafür, dass wir alle in den Himmel kommen, aber nicht sofort“, zitierte der Abt em. aus einem humorvollen Segensgebet.

Wer der Allgemeinheit dient, lebt länger

Ein ganzer Strauß von Themen ist es dann, die der Staatsminister ansprach. Dass alles ganz automatisch gut werde, diese Hoffnung stellte der Minister ebenso infrage wie die Automatismen eines immerwährenden Wohlstandes. „Wir müssen uns neue Wege erschließen“. Mit dieser Aufforderung setzte Blume Leitplanken. „Nicht einfach alles geschehen lassen, der Bevölkerung die Angst vor dem technischen Fortschritt nehmen, sich mehr um die Lebensgrundlagen kümmern und allen mehr Wertschätzung entgegenbringen, die mehr als ihre Pflicht tun“. Eine Verneigung vor dem Ehrenamt, denn das Land lebe von diesem Geist des Gemeinsinns. Wer diesen Einsatz für den Nächsten verinnerliche, der lebe länger, wusste Blume.

Zur Beschreibung von Zukunftsmechanismen gehörte zudem ein Gedankenexperiment. Die Welt basiere auf der Formel, dass sich alle zwei Jahre das Datenvolumen verdoppele. In 20 Jahren werde sich dieses technische Leistungsvermögen vertausendfachen. Eine Entwicklung, die dem geplanten Wissenschaftszentrum im „Zauberort“ Speinshart Flügel verleihen werde. Die Magie des Klosters und deren spiritueller Kraft bestätige das Ziel bayerischer Politik, Tradition und modernes Wissen als Symbiose von Heimatliebe und Hightech zu leben, mit Köpfen, Kompetenzen und Innovationen.

Freistaat fördert Campus-Betrieb

Zu einem „Ort des Aufbruchs“ kam der Minister nicht mit leeren Händen. Für den künftigen Campus-Betrieb versprach Blume weitere Fördergelder. Im Etat des Freistaates sei für das Wissenschaftszentrum eine Million Euro jährlich zur Finanzierung der Betriebskosten verankert“, gab der Ehrengast bekannt. Für das „Lichtmess-Publikum“ eine Botschaft, für die dem Kabinettsmitglied stürmischer Applaus sicher war.

„Wir sehen uns noch öfters“! Dieses Versprechen des Staatsgastes lässt die Speinsharter weiter von goldenen Zeiten träumen. Reichlich Gelegenheit zum freundschaftlichen Gespräch bestand anschließend bei Klosterbier und Klostersecco. Musikalisch umrahmte den Empfang ein Bläserquartett der Musikschule im Vierstädtedreieck unter Leitung von René Bauer. Dem Lichtmessempfang ging ein feierlicher Gottesdienst in der Klosterkirche voraus.

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