Holzwurmproblem gelöst: Neue Sitzpolster für Dorfkapelle Grünau

Grünau/Neudorf bei Luhe. Stolz sind die Grünauer, Marktgemeinde Luhe-Wildenau, auf ihre Dorfkapelle. Jetzt werden sie noch lieber zum Beten erscheinen. Warum? Dafür sind die neuen, gepolsterten Sitzbänke verantwortlich. 

Von Hans Meißner

Kapelle Grünau, Kirche1
Die Kapelle Grünau hat neue Sitzpolster bekommen. Damit ist das Holzwurmproblem Geschichte.

Der Heilige Wendelin ist der Schutzpatron der Kapelle in Grünau. Das landwirtschaftlich geprägte Dorf am Rande der Marktgemeinde hat sich diesen Schutzpatron bewusst ausgewählt, ist er doch auch der Schutzheilige für die Tiere. Seit Jahren ist es gute Tradition, dass Pfarrer Arnold Pirner am Vorabend des Namenstages von Wendelin zum Gottesdienst nach Grünau kommt. In diesem Jahr stand zudem ein weiterer Grund für den Gottesdienst an: Die Kapelle hat in letzter Zeit neue, gepolsterte Sitzbänke erhalten. Auch ein Grund zum Feiern.

Guter Sitz für 50 Jahre

Neben Pfarrer Pirner kam auch das Gesangstrio „Z‘ammg’stimmt“ nach Grünau um den Gottesdienst musikalisch zu bereichern. Der Geistliche fand die neuen Bänke toll und sprach die Hoffnung aus, dass diese wieder mindestens 50 Jahre ihren treuen Dienst tun werden. In der Predigt ging Pirner auf das Leben und Wirken des Hl. Wendelin ein: „Wendelin hat uns den Umgang mit der Natur und der Umwelt gelehrt, Regeln die auch bis in die heutige Zeit ihre Gültigkeit haben.“

Kapelle Grünau, Kirche2
Das Trio Z‘ammg’stimmt war die musikalische Überraschung des Gottesdienstes.

Kampf gegen den Holzwurm

Ortssprecher Johann Kick dankte Pfarrer Pirner für den Gottesdienst und der Überraschung des Abends, das musikalische Trio. Seit vielen Jahren beklagten die Grünauer Frauen, dass sie mit den Hinterlassenschaften des Holzwurmes in den alten Kirchenbänken nicht mehr hinterherkommen. Als die Drohung ausgesprochen wurde, dass künftig die Männer aus Grünau den Putzdienst übernehmen müssen, entschloss man sich für die Neuanschaffung.

Kapelle Grünau, Kirche4

Nach langem und vielen Reden wurde nun gehandelt. Mit der Schreinerei Schmidt aus Oberwildenau hat man auch gleich den richten Handwerker gefunden. Kick dankte der Schreinerei für die handwerklich gute Arbeit, Bürgermeister Dr. Karl-Heinz Preißer, der 3. Bürgermeister Hans Meißner mitgebracht hatte, sowie dem gesamten Marktgemeinderat für die finanzielle Unterstützung dieser wichtigen Maßnahme für die Grünauer Bevölkerung.

Kick dankte besonders den Frauen aus Grünau, die sich sehr intensiv mit Arbeitsdiensten eingebracht hat und auch ständig die Kapelle und das Umfeld im Besten Licht erscheinen lassen. „Nur ein Miteinander führt zum Erfolg“, so Kick. Pfarrer Pirner gab den Grünauern eine Rat mit:

Halt’s eure Kapelle in Ehren und nutzt sie auch weiterhin fleißig.“

Nach dem Gottesdienst folgte der gemütliche Teil mit einem gemeinsamen Essen im ehemaligen Kuhstall der Familie Müller.

Kapelle Grünau, Kirche3

Bilder: Hans Meißner

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