Huey Colbinger auf der live Stage im Kulturbahnhof Parapluie

Weiden. Im Kulturbahnhof Parapluie gab es ein Potpourri aus Poesie und klaren Worten.

Huey Colbinger spielte bereits mit Woodstock-Legende Alvin Lee von “Ten Years After”. Foto: Sabine Mende

Hueys Leitsatz “Machen wir uns auf und bleiben wir dran” stand auf dem Aufsteller, gleich rechts neben ihm. Und diesen Leitspruch hatten die Gäste im Kulturbahnhof den ganzen Abend über gespürt und inhaliert. Huey Colbinger kennt die Höhen und Tiefen des Lebens. Das Licht und die Schattenseiten. Und dass man zupacken muss, wenn sich mal was Tolles ergibt. Diese Erkenntnis kleidete er am Freitagabend auf der live Stage in klare Worte. Dazu nutzte er seine charismatische, mal raue, mal zarte Stimme, die mal laut, mal leise herüberkam.

Songs als Gefährten

Colbinger, der aus Mittweida stammt und heute in Süddeutschland lebt, ist ein Songpoet. Das spürte man sofort. Er selbst nennt seine Songs Erinnerer und Gefährten. Für ihn ist das ähnlich, als wenn man in alten Fotoalben blättert. In seinen Songs, wie “Das Gift der Saat”, verbreitet er Botschaften, man muss nur genau hinhören. Kaum zu glauben, dass dieser in sich gekehrte Songpoet schon mit Alvin Lee von “Ten Years After” spielte und Support bei “Tito & Tarantula” war, der Kultband aus dem Hollywood-Blockbuster “From Dusk Till Dawn”.

Es war seine natürliche Ausdruckskraft, das Gespür für den Augenblick und die musikalische Freude, die beim Publikum ankam. Es war sein sehr persönlicher Stil, dieser kräftig akzentuierte Akustikrock mit Elementen aus Country und Folk, der Leichtigkeit des Funks und der Melancholie des Blues. Colbinger nahm seine Zuhörer mit auf eine Reise reicher Erkenntnisse. Seine bisher 350 Konzerte sprechen für sich. Und die Reise geht weiter.

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