Wirtschaft

IG Metall auch in der Oberpfalz für fairen, sozial-ökologischen Wandel auf der Straße

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Amberg/Weiden. Die IG Metall appelliert an die Politik: „Jetzt werden die Weichen für unsere Zukunft gestellt“, erklärt Horst Ott, 1. Bevollmächtigte/r der IG Metall Amberg. Deutschland muss Industrieland bleiben.“

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Aktionen der IG Metall in der mittleren und nördlichen Oberpfalz. Bilder: IG Metall
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Am Außenzaun von Grammer repräsentierten Mitarbeiterfotos, um zu zeigen, um wen es letztendlich geht. Bild: IG Metall

Unter dem Motto „FairWandel – sozial, ökologisch, demokratisch“ rief die IG Metall zu einem bundesweiten Aktionstag am Freitag auf. Im Zuständigkeitsbereich der IG Metall Amberg fanden in verschiedenen Betrieben im Norden und Süden der Geschäftsstelle Aktionen statt, um sich für sichere und gute Arbeit in einer klimafreundlichen Industrie hier in der Region einzusetzen.

„Es geht um viel. Jetzt werden die Weichen für unsere Zukunft gestellt“, macht der Geschäftsführer der IG Metall Geschäftsstelle Amberg, Horst Ott, mit Blick auf die laufenden Koalitionsverhandlungen in Berlin deutlich. 

  • „Sozial-ökologischer Wandel und aktive Industriepolitik oder Deindustrialisierung?
  • Sichere Arbeitsplätze oder Kahlschlag im Deckmantel der Pandemie?
  • Zukunftsinvestitionen in Bildung und Infrastruktur oder schwarze Null?
  • Weiterentwicklung sozialstaatlicher Leistungen oder weitere Privatisierung?
  • Deutschland muss Industrieland bleiben. Und der dafür notwendige Wandel muss jetzt aktiv gestaltetwerden – sozial, ökologisch und demokratisch. Dafür treten wir ein.“

Aktionen in der mittleren und nördlichen Oberpfalz

„Es geht darum, den Wandel zukunftsgerecht hier vor Ort hin zu bekommen und die Menschen bei den Veränderungen mitzunehmen!“, bringt Udo Fechtner ein.  Im Norden der Geschäftsstelle starteten die KollegInnen von Hamm auch bereits im Vorfeld am Dienstag mit einem Plakat-Countdown. 

  • Bei Siemens in Kemnath gab es eine Toraktion mit Feierabendgesprächen. Die Vertrauensleute und Betriebsräte bei Constantia ließen ihre KollegInnen durch eine Schilder-Allee mit Slogans und Fahnen fahren. 
  • Die KollegInnen von emz hatten das Thema ebenso auf die betriebliche Tagesordnung gesetzt und Flyer verteilt. 
  • Siemens in Luhe-Wildenau führte eine Fotoaktion mit den Beschäftigten durch.
  • Der Aktionstag der Vertrauensleute bei novem in Vorbach wurde von ihrem bayerischen Tarifabschluss in der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie begleitet. 
  • Auch im Süden der Geschäftsstelle wiesen die Aktiven aus verschiedenen Betrieben auf den Wandel in ihren Betrieben hin. 
  • Unter dem Motto „Wirf doch mal ein Auge drauf“ machten die Vertrauensleute bei Heim & Haus ihre KollegInnen am Werkstor mit Gummi-Augen auf ihre Kernthemen Tarifanbindung, Zukunftsinvestitionen, Qualifizierung und Rente aufmerksam.
  • In der Nachbarschaft bei ZF und Cherry wurden ebenso die Belegschaften einbezogen und Gespräche bei Schichtwechseln geführt.
  • Auch bei Siemens in Amberg und der Luitpoldhütte nahmen sich die Vertrauensleute und Betriebsräte dem Thema mit Aktionen an. 
  • Am Außenzaun von Grammer repräsentierten Mitarbeiterfotos, um zu zeigen, um wen es letztendlich geht.
  • Die Rohrwerker waren sich bei ihrem Zusammentreffen am Werkstor einig: Stahl ist Zukunft! Mit Investitionen in ökologische Produktion und Qualifizierung kann der Standort auch in Zukunft mithalten!
  • Die Jugend als „HalloTeam“ machte sich für die Übernahme nach der Ausbildung stark. Unter dem Motto „Übernahme –sonst gibt's Saures!“ verkleideten sie sich gespenstisch und überraschten die Auszubildenden mit süßen Leckereien.

Bundesweit beteiligten sich am 29. Oktober zehntausende Metallerinnen und Metaller bei Aktionen in den Betrieben und bei vielen kleinen und großen Kundgebungen, um ihren Forderungen an die nächste Bundesregierung Nachdruck zu verleihen. Sie forderten den Verzicht auf Entlassungen in der Transformation, eine tragfähige Perspektive für zukunftsfähige Arbeitsplätze, eine Qualifizierungsoffensive und sichere Ausbildung vor Ort anstelle von Verlagerungen ins Ausland.

Bis 2030 braucht es öffentliche Zukunftsinvestitionen in Höhe von 500 Milliarden Euro, so eine weitere Forderung. Die Lasten müssen gerecht verteilt werden, die notwendigen Investitionen durch solidarische Finanzierung getragen werden.

Mehr Geld ab Februar 2022

  • Die IG MetallerInnen informierten daher gleich ihre KollegInnen darüber, wie sich die Entgeltsituation für sie positiv entwickelt. 
  • Spätestens im Februar 2022 gibt es eine Corona-Beihilfe in Höhe von 535 € netto. 2,7 Prozent Entgelterhöhung gibt es zum April 2022 und dann nochmal zusätzlich 2,2 Prozent ab April 2023.
  • Auch Auszubildende und Dual Studierende erhalten eine Corona-Belastungsprämie von netto 200 Euro. Zudem steigt ihre Vergütung im Juli 2022 und 2023 um je 30 (1. Ausbildungsjahr) bzw. 40 Euro (2. Jahr) bzw. 50 Euro (3. + 4. Jahr). 
  • Die Einzahlung in den Demografie- und Gesundheitsfond, von dem u.a. die Altersteilzeit finanziert wird, verdoppelt sich ab 2024 auf 600€ pro Jahr und Beschäftigtem.

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