Informationen aus erster Hand über Arthrose und Unfallchirurgie in Südafrika

Kemnath. Bei der Fortsetzung der Vortragsreihe der Ärzte des Krankenhaus Kemnath war das Foyer der Mehrzweckhalle wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Die Besucher erhielten an diesem Abend aber nicht nur Informationen zum Thema Arthrose und Kunstgelenke und praktische Übungen für Betroffene, sondern auch Einblicke in Abläufe bei unfallchirurgischen Eingriffen in Südafrika.

Reinhard Herr begrüßte die Zuhörerinnen und Zuhörer bei den Vorträgen von Dr. Jörg Vogt, Dr. Cornelius Schörle und Jürgen Frischholz (von links). Foto: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl
Reinhard Herr begrüßte die Zuhörerinnen und Zuhörer bei den Vorträgen von Dr. Jörg Vogt, Dr. Cornelius Schörle und Jürgen Frischholz (von links). Foto: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl
Zahlreiche Besucher kamen zum Vortragsabend der Ärzte des Krankenhauses Kemnath in das Foyer der Mehrzweckhalle. Foto: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl
Zahlreiche Besucher kamen zum Vortragsabend der Ärzte des Krankenhauses Kemnath in das Foyer der Mehrzweckhalle. Foto: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl
Foto: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl
Foto: Kliniken Nordoberpfalz, Michael Reindl

Dr. Cornelius Schörle (MVZ Orthopädie / Unfallchirurgie) ging bei seinem Vortrag der Frage nach, ob es sich bei Arthrose um eine schicksalshafte und nicht aufhaltsame Entwicklung handle oder Behandlungsalternativen bestehen würden. Denn etwa fünf Millionen Deutsche leiden unter dieser Gelenkerkrankung.

„Arthrose entsteht bei einem Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Leistungsfähigkeit der Gelenkteile“, so Dr. Schörle, der auch verschiedene Risikofaktoren wie unter anderem Alter, genetische Veranlagung oder Fehlbelastung der Gelenke bei angeborenen Fehlstellungen darstellte.

„Viel bewegen, wenig belasten“

Neben medikamentösen Therapien würden zudem auch Umstellungsoperationen oder auch Knorpelersatzverfahren möglich sein – das wichtigste sei jedoch Vorbeugung: „Viel bewegen, wenig belasten“ – so laute der Grundsatz. Wie solche Übungen aussehen könnten, das zeigte Jürgen Frischholz, Bereichsleiter der physikalischen Therapie am Krankenhaus Kemnath, der für viel Bewegung im Foyer der Mehrzweckhalle sorgte.

Bericht über die chirurgisch-traumatologische Ausbildung

Einen spannenden Einblick bot danach Dr. Jörg Vogt, der den Zuhörerinnen und Zuhörern von seiner chirurgisch-traumatologischen Ausbildung „Trauma Fellowship“ am Chris Hani
Baragwanath Hospital in Soweto / Johannesburg in Südafrika berichtete. Dabei handelt es sich um das zweitgrößte Krankenhaus der Welt. Er erläuterte verschiedene Abläufe dieser chirurgischen Weiterbildung.

Eine Besonderheit vor Ort sind beispielsweise drei OP-Säle, die ausschließlich für chirurgisch-traumatologische Notfälle vorgesehen sind und in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Drei-Schicht-System rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche tätig sind. Er stellte auch die Hauptbehandlungsfelder vor Ort vor – die Big Five: denn hauptsächlich werden dort Patientinnen und Patienten nach Verkehrsunfällen, mit Stichverletzungen und nach stumpfer Gewalteinwirkung, Schusswunden oder Verbrennungen behandelt. Im Anschluss an die Vorträge standen die Referenten den zahlreichen Besuchern noch für weitere Fragen zur Verfügung.

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