Initialzündung für einen weißen Fleck auf der Radwegekarte

Letzau. Die Radwegeverbindung zwischen Theisseil und Letzau ist einen Schritt vorangekommen. Wie Bürgermeister Johannes Kett im Gemeinderat informierte, wird die Straßenbauverwaltung eine Machbarkeitsstudie finanzieren: „Ein gutes Signal.“

Ortstermin am Parkplatz zwischen Theisseil und Letzau: Baudirektor Tobias Bäumler (links) sagt Bürgermeister Johannes Kett (Zweiter von links) eine Machbarkeitsstudie über die Radwegeverbindung zwischen Vohenstrauß und Weiden zu; mit im Bild Baurat Felix Steghöfer (rechts) und MdL Stephan Oetzinger. Foto: Gabi Eichl

Wenige Tage vor der Gemeinderatssitzung hatte sich Johannes Kett auf Vermittlung von MdL Stephan Oetzinger mit Vertretern des Staatlichen Bauamtes Amberg-Sulzbach getroffen, um auszuloten, wie es weitergehen könnte mit dem Lückenschluss zwischen den beiden Hauptorten der Gemeinde. Baudirektor Tobias Bäumler, Bereichsleiter Straßenbau beim Staatlichen Bauamt, machte dabei deutlich, dass es der Straßenbauverwaltung nicht nur um diesen Abschnitt geht, sondern generell um eine Radwegeverbindung zwischen Weiden und Vohenstrauß. Baurat Felix Steghöfer hatte Karten dabei, die zeigten, dass das Gebiet zwischen der größten Stadt im Landkreis und der kreisfreien Stadt Weiden ein weißer Fleck in puncto Radwege ist.

Hauptproblem: der schwierige Grunderwerb

Erfreut zeigten sich die Gesprächsteilnehmer, dass inzwischen auch die Stadt Weiden im Rahmen ihres Mobilitätskonzeptes laut über eine Verbindung nach Theisseil nachdenkt. Oetzinger brachte das Hauptproblem zur Sprache: den Grunderwerb, der beim Bau von Radwegen nicht nur hier oft schwierig sei.

Baudirektor: Müssen mit Salami-Taktik vorgehen

Der Baudirektor gab zu bedenken, dass speziell für diesen Radweg nach wie vor kein Gesamtkonzept vorliege. Allein die Frage, auf welcher Seite der Staatsstraße er verlaufen solle, sei noch nicht geklärt. Das Bauamt werde daher schnellstmöglich eine Machbarkeitsstudie für den Raum zwischen Vohenstrauß und Weiden in Auftrag geben, die zeigen soll, welche Variante am ehesten zu realisieren sei. Man werde hier mit einer Art Salami-Taktik vorgehen müssen, einen kleinen Abschnitt nach dem anderen bauen. Die Studie sei als Initialzündung dafür zu verstehen.

Stefan Kett: Provisorium über Letzauer Weg

In der Gemeinderatssitzung machte Stefan Kett (FW) den Vorschlag, ein Teilstück durch den Wald über den Letzauer Weg als Provisorium anzulegen; dazu müsse dieses aber im Sommer gemäht werden. Der Bürgermeister verwies darauf, dass es sich teilweise um Privatgrund handle.

„Schnepfenäcker“ vor Hochwasser schützen

Gerhard Frank (FW) brachte den jüngsten Hochwasserschaden im Theisseiler Baugebiet „Schnepfenäcker“ zur Sprache. Ein Starkregen hatte Wasser über den Letzauer Weg und ein angrenzendes Feld teilweise in die Keller gespült. Wichtig sei nun, eine Lösung zu finden, damit sich derlei nicht wiederhole. Stefan Kett schlug vor, mit dem Landwirt zu sprechen, damit dieser eine oder zwei Furchen in das Feld ziehe, das an das Baugebiet grenze. Der Bürgermeister sagte zu, demnächst einen Ortstermin in der Sache zu halten. Auf Vorschlag Karl-Heinz Mois´ (SPD) soll dazu auch ein Experte geladen werden.

Gebührenordnung gilt ausnahmslos für alle

Die überörtliche Rechnungsprüfung hat Verschiedenes beanstandet, das der Gemeinderat künftig abstellen will. So soll es keine Abweichungen mehr von der Gebührenordnung für das Gemeindehaus geben. Diese waren zwar auch bisher schon nicht zulässig, kamen aber dennoch vor.

Mehr Information bei Eilentscheidungen

Kett sicherte den Gemeinderäten auf Vorschlag Franks zu, vor größeren Eilentscheidungen zumindest die Fraktionssprecher zu informieren. Hintergrund ist die Eilentscheidung der verstorbenen Bürgermeisterin Marianne Rauh zum Kauf eines neuen Fahrzeugs für den Bauhof, der deutlich ihren Verfügungsrahmen überstiegen und über den sie den Gemeinderat erst nachträglich informiert hatte.

Gabi Lukas im Rechnungsprüfungsausschuss

Wegen der Wahl Johannes Ketts zum Bürgermeister musste sein Sitz im Rechnungsprüfungsausschuss neu besetzt werden. Diesen übernimmt Gabi Lukas, die gleichzeitig Ausschussvorsitzende wird.

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