Buntes

Integrationsarbeit von der alle profitieren

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Pleystein. Traumatisierten Jugendlichen den Weg zurück in ein geregeltes Leben ermöglichen und eine Zukunftsperspektive bieten – das steht im Zentrum der Arbeit des Vereins „Willkommen e.V.“. Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch informierte sich im Ortsteil Bibershof über die Einrichtung für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

150421 Bibershof, jugendliche Flüchtlinge Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (Mitte) besuchte die Einrichtung für unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge in Bibershof. Thomas Geisler (rechts) und Sabine Lagies erläuterten das Konzept des Vereins Willkommen e.V. Bild: Privat.

Einrichtungsleiter Thomas Geisler und Sabine Lagies als Vertreterin des Trägervereins erläuterten dem Bundesabgeordneten ihr Konzept. „Unser Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit schwer traumatisierten jungen Menschen. Wir arbeiten hier mit jugendlichen Flüchtlingen, die in ihren Ursprungsländern ihre ganze Existenz und ihre Familie verloren haben, sich unter unvorstellbaren Bedingungen nach Deutschland durchgeschlagen haben und hier nun neuen Halt finden sollen“, erklärte Geisler.

Aktuell werden in Bibershof zehn Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren betreut. Die Jugendlichen kommen aus Krisengebieten wie Syrien, Afghanistan, Eritrea oder Somalia. Grötsch zeigte sich beeindruckt von den vielseitigen pädagogischen Ansätzen. „Hier wird wirklich hochwertige pädagogische Arbeit für junge Menschen in einer extrem schwierigen Lebenssituation geleistet“,  so der SPD-Abgeordnete, der für die Zukunft seine Unterstützung zusicherte.

Freundschaftlicher Kontakt mit Dorfbewohnern

Sabine Lagies lobte die Unterstützung durch die Stadt Pleystein und den Bauhof: „Die Zusammenarbeit ist wirklich toll, wir erfahren durch die Stadt jede Unterstützung die wir brauchen." Auch die Aufnahme durch die Dorfbevölkerung von Bibershof habe sehr gut geklappt, der Kontakt sei reibungslos und freundschaftlich. Einrichtungsleiter Geisler wies zudem auf die Integration in die örtlichen Sportvereine hin und warb um Verständnis für die extreme Biografie der Jugendlichen. „Das Grauen, von dem uns die Jugendlichen in unseren Gesprächen und Coachings berichten, vermag man sich oftmals gar nicht vorzustellen“, so Geisler.

Zuwanderung als Chance

„Von der hier geleisteten Integrationsarbeit profitieren sowohl die Jugendlichen als auch die ganze Gesellschaft. Wir haben die moralische Verpflichtung den Flüchtlingen zu helfen, die unvorstellbares Leid durchgemacht haben. Und wir müssen Zuwanderung als Chance begreifen, von der auch unsere Region profitiert“, resümierte Grötsch.

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