ISEK 2020: Ideen für Ortsentwicklung Parkstein

Parkstein. Integriertes Stadtentwicklungskonzept ist ein sperriges Wort und auch die Abkürzung ISEK sagt nicht viel aus. Birgit Plößner, die am Donnerstag einen Infoabend zu diesem Thema organisiert hatte, versuchte die Idee hinter ISEK mit diesen Worten zu erklären: „Mitmachen und Gestalten“. Wie das konkret aussieht, zeigten Sprecher der vier Arbeitsgruppen.

Wolfgang Dütsch erläuterte die Idee einer Seniorengemeinschaft, wobei sich Bürger gegenseitig bei kleinen Gefälligkeiten aushelfen sollen.

Wolfgang Dütsch ist in der Gruppe „Unterstützung vor Ort – Bürger für Bürger“ aktiv. Dort hat man das Thema Seniorengemeinschaft ganz oben auf die Prioritätenliste geschrieben. Dabei sollen sich Bürger zusammenschließen, um Probleme zu lösen, die sie alle beträfen. „Jeder hat seine Talente und kann sich einbringen“, erläuterte Dütsch die Grundidee. Im Landkreis Kronach gäbe es bereits eine solche Gemeinschaft mit rund 300 Mitgliedern.

Typische Leistungen sind:

  • Besorgungen und Einkäufe
  • Begleitungen bei Behördengängen
  • handwerkliche Kleinhilfen
  • Grabpflege
  • Versorgung von Haustieren bei Krankenhausaufenthalten

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Für lediglich acht Euro pro Stunde kommt dann ein technisch versierter Nachbar und hilft zum Beispiel beim Einstellen des SAT-Receivers oder beim Einschrauben einer Glühbirne, deren Fassung ohne Leiter nicht zu erreichen ist. Zwei Euro vom Stundensatz bekommt die Gemeinschaft, um davon Ausgaben wie für eine Haftpflichtversicherung zu bestreiten. Sechs Euro kann sich der Hobbyheimwerker auszahlen lassen oder auf einem Guthabenkonto ansparen. Ist er dann zum Beispiel wegen einem Krankenhausaufenthalt einige Tag nicht zu Hause, kommt ein anderes Mitglied der Gemeinschaft zum Blumengießen und Postkastenleeren.

Neues Seniorenwohnheim – Gemeinde prüft Standort

Architekt Josef Schöberl präsentierte einen ersten Entwurf für ein Seniorenwohnheim.

Unverbaubarer Ausblick Richtung Norden, der Marktplatz nur wenige Gehminuten entfernt und bestehende Parkplätze direkt vor Ort – ein gemeindeeigenes Grundstück am Nordhang des Parksteins könnte der ideale Bauplatz für ein neues Seniorenwohnheim werden. Das Gelände hinter dem ehemaligen Lagerhaus ist zwar mit bis zu 15 % Gefälle ziemlich steil, Architekt Josef Schöberl hatte aber bereits einen ersten Entwurf in der Tasche. Er stellte den rund 40 Zuhörern einen Gebäudekomplex vor, der sich wie ein Fächer in den Hang drückt. So würde er nicht zu stark auffallen, denn eigentlich gibt es einen Grundsatzbeschluss der Gemeinde, dass der landschaftlich reizvolle Nordhang nicht bebaut werden soll. Ein Einzelprojekt wie das Seniorenheim wäre laut Beschluss aber zulässig.

Noch attraktiver für Unternehmer

Die Arbeitsgruppe „Marketing und Wirtschaft“ beschäftigt sich mit der Frage, wie man noch mehr selbstständige Unternehmen nach Parkstein locken könnte. Größere Städte würden ansiedlungswilligen Gewerbetreibenden ein Rundum-Sorglos-Paket anbieten. Da könne Parkstein zwar nicht ganz mithalten, dafür hat die Arbeitsgruppe andere Vorschläge:

Zusätzliche Info: Erst am Samstag hat das neue „Markt & Café Parkstein“ eröffnet.

Neubürger willkommen

 Birgit Plößner hält ein erstes Exemplar bereits in Händen. Mit der Neubürgermappe unter dem Motto „Parkstein … rundum wohlfühlen“ sollen Neuparksteiner – jährlich kommen zwischen 80 bis 100 – von Anfang an Infos über das Vereinsleben und geschichtliche Infos bekommen. Als Zuckerl obendrauf: Gewerbetreibende stellen Gutscheine für die Mappe zur Verfügung.

Die Arbeitsgruppe „Information und Beteiligung“ hat außerdem Anregungen für den Umbau der Gemeindehomepage beigesteuert.

Zwischen Schloss und Marktplatz könnte es bald eine Baustelle geben. Die Arbeitsgruppe „Ortsentwicklung und Gestaltung beschäftigt sich mit der Umgestaltung des Schlossplatzes. Momentan stehen dort alte Obstbäume. Die Gemeindeverwaltung ist gerade dabei einen Förderantrag für die Baumaßnahmen zu stellen.

Bürgermeisterin Tanja Schiffmann ist von den Ideen der Gruppen begeistert:

Wenn man so sieht, was die Gruppen alles erarbeitet haben, wirklich schön.

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