Gesundheit

Jugendheim Grafenwöhr wird zum Testzentrum

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Grafenwöhr. Grafenwöhr bekommt ein Corona-Schnelltestzentrum. Dreimal die Woche soll damit die Möglichkeit bestehen sich testen zu lassen. Projektleiter Andreas Krämer erklärt die Vorgehensweise.

Das Jugendheim Grafenwöhr wird zum Testzentrum. Ab Montag werden hier an drei Tagen in der Woche Corona-Schnelltests durchgeführt. Der Zutritt erfolgt über den Seiteneingang zum großen Saal. Bild: Stefan Neidl

Der Arbeiter-Samariter-Bund (SAB) Auerbach wird ab Montag (19. April) ein Testzentrum im Grafenwöhrer Jugendheim anbieten. Montags, Mittwochs und Freitags von 16 Uhr bis 19 Uhr kann sich dann jeder Bürger kostenlos einem Corona-Schnelltest unterziehen. Voraussetzung ist eine vorherige Anmeldung: Entweder per Anmeldeformular auf der Homepage der Samariter oder telefonisch täglich von 8 Uhr bis 10 Uhr unter der Telefonnummer 09643 507 99 55.

Die Idee stammt von Mitarbeiterin Jasmin Träger, selbst Grafenwöhrerin. Die Notfallsanitäterin wusste, dass im Gebiet der Stadt noch eine Versorgungslücke für Schnelltests besteht und hat so den Kontakt zu Bürgermeister Edgar Knobloch hergestellt. Voraussetzung war ein barrierefreier Zugang.

Durch den Umbau in der Stadthalle hat das die Stadt vor Probleme gestellt. Das ehemalige Grundschulgebäude und das Michaelswerk hätten zwar ausreichend Platz, sind für gehbehinderte Menschen aber nur schwer zugänglich. Abhilfe schafft Pfarrer Bernhard Müller - er stellt für das Impzentrum den großen Saal das Jugendheim zur Verfügung: "Durch Corona ist das Abhalten von Veranstaltungen ohnehin nicht möglich, so stellen wir es gerne einem sinnvollen Zweck zur Verfügung."

Speicheltests im Kampf gegen Corona 

Wo sonst Stücke der Theatergruppe, Sketche der Ministranten oder Preisschafköpfe der SPD stattfinden, wird also ab nächster Woche auf das Corona-Virus getestet. Bürgermeister Knobloch ist darüber froh im Namen der Stadt. 

"Wir benutzen einen Speicheltest. Dafür muss man nur zehn Sekunden an einem dicken Wattestäbchen unter der Zunge lutschen", erklärt Rettungsdienstleiter und Projektleiter-Schnelltestzentrum Andreas Krämer. Er weiß, dass diese Testvariante die angenehmere im Vergleich zu den Abstrichen aus dem Nasenraum sind, die viele Menschen abschrecken.

Dennoch liegt die Sensitivität bei 90 Prozent, das heißt ein negativ Getester ist hochwahrscheinlich wirklich nicht infiziert. Ein positiv Getester sollte zur Sicherheit einen weiteren Test machen, um das Resultat zu bestätigen. Die Schnelltests gelten in der Regel 24 Stunden und sind Voraussetzung für den Besuch der Schule und vieler Läden

Krämer möchte zudem mit einem "Missverständnis" aufräumen: Er nennt falsch negative Schnelltests lieber "noch nicht positive Tests". "Denn während der ersten vier bis fünf Tage einer Infizierung ist diese meist von einem Schnelltest noch nicht erfassbar", erklärt er. Eine Übertragung sei zwar "nicht ganz so wahrscheinlich" - aber möglich. Auch seien negative Tests kein Freifahrtschein alle Corona-Regeln zu ignorieren. Denn ein Test könne auch einmal falsch negativ sein. 

10 Minuten bis zum Ergebnis 

Das Testzentrum soll erhalten bleiben so lange der Bund weiter die Kosten übernehmen wird, verspricht Krämer. In zehn Minuten sollen die Ergebnisse mit Bescheinigung vorliegen. Bald sollen sie auch digital übermittelt werden können, womit es nochmal schneller gehen könnte.

Für ihn sind die Schnelltestzentren auch eine große Screening-Aktion, um mehr Daten über Infizierte mit und ohne Symptome, sowie Infektionsherde zu erfahren. Die erfassten Daten bleiben alle auf den Servern des SAB, außer bei einem positiven Testergebnis. Dann werden die Daten an das Gesundheitsamt gemeldet.

Helfer gesucht

Der Arbeiter-Samariter-Bund sucht noch freiwillige Helfer, die bei den Tests mithelfen. Andreas Krämer verspricht eine ordentliche Vergütung für den Einsatz.

Interessierte können sich während der Öffnungszeiten des Testzentrums Montags, Mittwochs und Freitags von 16 bis 19 Uhr oder unter der Emailadresse andreaskraemer@asb-jura.de melden.

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