Kaffee, Kuchen, Kurzweil

Pressath. Es gibt nicht nur Kaffee und Kuchen, auch wenn die Veranstaltung Kaffeekränzchen heißt, die der Pfarrgemeinderat Sankt Georg traditionell in der Faschingszeit veranstaltet.

Wie in den vergangenen Jahren eröffnete der Pressather Faschingsverein beim Pfarrgemeinderats-Kaffeekränzchen die Auftrittssaison seiner Garden. Foto: Bernhard Piegsa

Reichlich Gelegenheit zu Zwerchfell- und Lachmuskelgymnastik bot das abwechslungsreiche Unterhaltungsprogramm, das das Organisationsteam des Öffentlichkeitsausschusses zusammengestellt hatte und durch das Martin Graser mit Witz und Schwung führte. Den Startschuss gab Pfarrgemeinderatssprecherin Renate Kneidl mit einem Gruß an die Besucher und insbesondere an Stadtpfarrer Edmund Prechtl, der es sich nicht nehmen ließ, mit seiner Pfarrgemeinde zu feiern, und auch während des Nachmittags für den einen oder anderen Lacher bei den Showeinlagen sorgte.

Das Rahmenprogramm eröffneten die Schülerinnen der 5. und 6. Klasse der Mittelschule mit ihrer Tanzeinlage und dem Song „Happy“ von Pharrell Williams. Einhellig bedauert wurde, dass die Kindertanzgruppe des Trachtenvereins „D‘Haidenaabtaler“ aus Trabitz krankheitsbedingt hatte absagen müssen. Mit der heiteren Spielszene „Betschwestern“ sprangen kurzerhand Stadtpfarrer Edmund Prechtl und Gemeindereferentin Anita Pollok ein.

Nicht immer “heilig”, aber stets treffend fielen die Kommentare der “Betschwestern” Anita Pollok und Edmund Prechtl zum Geschehen in der Pfarreiengemeinschaft Pressath aus. Foto: Bernhard Piegsa

Darin ließen sie das Geschehen in der Pfarreiengemeinschaft Revue passieren, wobei sie nicht mit Seitenhieben auf verschiedene Vorkommnisse sparten. Kaum hatten sie mit dem „Gegrüßet seist du, Maria“ begonnen, unterbrachen sie es, um auf das eine oder andere Thema Bezug zu nehmen.

Schlag auf Schlag ging es mit dem Unterhaltungsprogramm weiter. Im „Aschenbrödel-Sketch“ gab die Vorstandschaft der Pfarrjugend dem vertrauten Märchen eine überraschend neue, zuspitzende und geschickt verkürzende Form: Wo sonst Gefühle und schwülstige Adjektive den Weg zum blumigen Happy End säumen, werden die wohlbekannten Inhalte knapp, sachlich und ohne jede Gefühlsduselei vorgetragen. Da hatte die Gruppe die Lacher auf ihrer Seite.

Sparmaßnahmen aufs Korn genommen

Mit jedem Cent sparen, koste es, was es wolle: Nicht ohne Sarkasmus karikierte der Pressather Frauenbund die Sparzwänge im kriselnden Pflegewesen. Foto: Bernhard Piegsa

Fester Bestandteil des Kaffeekränzchens bildet stets ein Beitrag des Katholischen Frauenbundes. Diesmal nahmen die Frauen die „Sparmaßnahmen im Altenheim“ aufs Korn, indem sie eine Alltagssituation in einem Altenheim darstellten, das mit sichtlich extrem knappen Mitteln wirtschaften muss: Es wird gespart, wo es nur geht. Und so mussten sich die Bewohnerinnen zu acht eine Zahnbürste teilen, was für schallendes Gelächter im Publikum sorgte.

Wie in den Jahren zuvor rundete der Pressather Faschingsverein (PFV) mit seiner Garde und den Prinzenpaaren das Programm ab und eröffnete damit zugleich die Auftrittssaison seiner Garden. So zogen der Elferrat, die Garde, das Prinzenpaar Melanie I. und Fabian II. und die Kindern-Hoheiten Emma I. und Benjamin II. ein.

Nach gut dreieinhalb kurzweiligen Stunden, während derer sich die rund 150 Besucher auch die vorzüglichen hausgebackenen Kuchen- und Plätzchenspezialitäten gern schmecken ließen, neigte sich das Kaffeekränzchen zum allgemeinen Bedauern dem Ende zu. Zur Freude des Pfarrgemeindeteams ging kaum ein Gast ohne ein herzliches lobendes Wort für die tadellose Organisation und das gelungene Programm nach Hause.

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