Kastler Schützenverein: ein Aushängeschild in Sachen Jugendarbeit und Zusammenhalt

Kastl. Der Corona-Kahlschlag blieb bei den Sportschützen aus: „Unsere Mitglieder stehen zum Verein“, zog der Vorsitzende der Schützengesellschaft „Einigkeit Hubertus 1921“, Wolfgang Raps, bei der Generalversammlung ein befriedigendes Fazit.

Viele Mitglieder der Kastler Schützengesellschaft wurden für Vereinstreue und ehrenamtliche Arbeit geehrt (vorne, von von links): Lena Stahl, Maria Kausler, Sabine Schwarz, Hedwig Raps, Johanna Pühl und Monika Stahl, sowie (hinten von links) Ludwig Walter, Johannes Baumann, Martina Deubzer, Hermann Janke und Thomas Kneidl sowie (hinten von rechts) Vorsitzender Wolfgang Raps, Gauschützenmeister Andreas Michl und zweiter Vorsitzender Lukas Haberkorn. Foto: Bernhard Piegsa

Zwar seien 2021 drei Mitglieder ausgetreten und drei weitere verstorben, doch vier Neueintritte im vergangenen und bisher 16 Neuaufnahmen in diesem Jahr hätten diesen Verlust mehr als wett gemacht. Erfreulicherweise seien laut Wolfgang Raps darunter auch Kinder und Jugendliche. 51 der zurzeit 274 Mitglieder zählten zur Altersgruppe der Schüler, Jugendlichen und Junioren bis 20 Jahre. Man hoffe, diese halten zu können, auch wenn viele Heranwachsende heutzutage rund um die Uhr beschäftigt seien.

Viele junge Mitglieder

Über diese Bilanz freute sich auch Gauschützenmeister Andreas Michl, der die Kastler Sportschützen als „Aushängeschild in Sachen Jugendarbeit“ bezeichnete. Der Anteil junger Mitglieder sei so hoch wie in kaum einem anderen Verein des Schützengaus Armesberg. „Der
Zusammenhalt bei euch ist vorbildlich. Ihr seid ein aktiver und harmonischer Verein, der obendrein unsere Gemeinde bundesweit bekannt gemacht hat“, lobte auch zweite Bürgermeisterin Michaela Veigl. Sie spielte damit auf den Aufstieg der ersten Luftgewehrmannschaft in die erste Bundesliga Süd an, der leider vorerst eine Episode geblieben sei: „Es gehört eben immer auch das gewisse Quäntchen Glück dazu.“

Das Glück fehlte

Diese Einschätzungen teilten Vorsitzender Raps, Sportleiter Lukas Haberkorn und Jugendleiterin Maria Kausler. In mehreren Wettbewerben der unter erschwerten Bedingungen ausgetragenen Saison 2021/22 habe man nur knapp, „oftmals nur um ein oder zwei Ringe“, den Sieg verfehlt, so dass der Abstieg in die zweite Bundesliga unvermeidlich gewesen sei. Immerhin hätten die zweite Luftgewehr- und die erste Luftpistolenmannschaft den Rundenwettkampf 2021/22 jeweils als Erstplatzierte in der Landesliga abgeschlossen.

Ein Qualifikationsschießen zur Deutschen Meisterschaften sei in Kastl ausgetragen worden, am bundesweiten Wettstreit in Garching habe sich „Einigkeit Hubertus“ mit zehn Starts im
Erwachsenen- und 15 Starts im Jugend- und Juniorenbereich beteiligt.

Vorbildlicher Trainingsfleiß

Die vorbildliche Trainingsteilnahme des Schützennachwuchses hob Jugendleiterin Kausler hervor. Trotz empfindlicher Einschränkungen des Übungsbetriebs hätten die Jungschützen bei der Deutschen Meisterschaft mit guten, teilweise sogar einstelligen Platzierungen überzeugt. Nahezu
komplett zum Erliegen gekommen seien die gesellschaftlichen Veranstaltungen, bedauerte
Wolfgang Raps. Dies habe insbesondere die Feier zum 100. Gründungsjubiläum betroffen. Einen für heuer ins Auge gefassten Nachholtermin habe man angesichts der ungewissen Entwicklung ebenfalls zurückgestellt.

Die Vereinsgaststätte habe man in den vergangenen zwei Jahren über lange Zeitspannen schließen und dadurch erhebliche finanzielle Verluste hinnehmen müssen. Dafür habe die Schützengesellschaft aber vom Erlös einer erfolgreichen Crowdfunding-Aktion (Spendenaktion) zugunsten der Jugendarbeit unter anderem eine weitere Lichtgewehranlage anschaffen können. Überdies hätten sich Firmen und Verbände als zeitweilige Zwischenmieter der Vereinsräume gefunden: „Dadurch konnten wir das finanzielle Minus etwas verringern“, sagte der Vorsitzende.

Ehrungen

Für langjährige Mitgliedschaft oder besondere Verdienste wurden geehrt:

  • Vereinsehrennadel für zehn Jahre Mitgliedschaft: Philipp Plößl, Alexandra Pühl, Nico Weilacher.
  • Ehrenabzeichen Oberpfälzer Schützenbund (OSB) und Deutscher Schützenbund (DSB) in Silber für 25 Jahre Mitgliedschaft: Thomas Kneidl, Maria Raps, Sandra Raps.
  • Ehrenabzeichen OSB und DSB in Gold für 40 Jahre Mitgliedschaft: Johannes Baumann, Norbert Erfurt.
  • Ehrenabzeichen OSB und DSB in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft: Hermann Janke.
  • Silbernes Ehrenabzeichen OSB für engagierte Mitarbeit: Martina Deubzer, Christina Lautenbacher, Sophia Miedl, Johanna Pühl, Karin Sächerl, Sabine Schwarz, Maria Kausler, Lena Stahl, Monika Stahl.
  • Goldenes Ehrenabzeichen OSB für engagierte Mitarbeit: Christine Janke, Evi Frank.
  • Verdienstauszeichnung OSB (erstmals im Verein): Hedwig Raps (32 Jahre Damenleiterin, mehrere Jahre Oberwirtin).
  • Verdienstauszeichnung am Band OSB (erstmals im Verein): Ludwig Walter (30 Jahre Böllervorsitzender, langjähriges Vereinsausschussmitglied).

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