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Keine „Hochhäuser“ in Baumgartensiedlung

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Pressath. Vierstöckige „Hochhäuser“ wird es im künftigen „allgemeinen Wohngebiet Baumgarten Bauabschnitt II“ nicht geben: Stadtrat und Bürgermeister Bernhard Stangl wollen damit sicherstellen, dass sich die auf vier Grundstücken zwischen den Anwesen Schulstraße 57 und 65 neu entstehenden Häuser möglichst unaufdringlich in die umgebende ältere Bebauung einfügen.

Die Stadt Pressath will sich schon jetzt um die Verhinderung von Hochwasser kümmern. Dafür kommen Heidenaab und Pressather Bach unter die Lupe. Foto: Bernhard Piegsa

Deshalb wurden in diesem Bereich nur Häuser mit zwei Vollgeschossen plus Dachgeschoss oder mit drei Vollgeschossen und Flachdach erlaubt, entschieden die Stadtverantwortlichen nach eingehender Beratung, an der mit Zustimmung der Räte auch einige als Besucher erschienene Anwohner teilnehmen durften.

Vor Überschwemmungen der Heidenaab schützen

Außerdem müssen die neuen Gebäude acht bis zehn Meter Abstand von den nördlichen Grundstücksgrenzen halten, rücken damit von der angrenzenden Altbebauung ab und näher an die Schulstraße heran. Von dieser Vorgabe nicht mehr betroffen ist allerdings ein Neubauvorhaben, das die Kreisverwaltung bereits genehmigt hat.

Forcieren will die Stadt die Sanierung des Triebwerkskanals und die Überflutungsschutzmaßnahmen längs der Haidenaab. Eigentlich, so Bürgermeister Bernhard Stangl, hätte der Graben verfüllt werden müssen, als er für seinen ursprünglichen Zweck als Antriebsgewässer der Stadtmühle nicht mehr diente.

Flutgefahruntersuchung bis Dießfurt

Da dies aber nicht geschehen und das Gewässer mithin als „stadtgeschichtliches Bauteil“ erhalten geblieben sei, sollten nun die Wehre instandgesetzt, Verschlammungen und Anlandungen beseitigt und der Triebwerkskanal, dessen stockendes Wasser gerade im Sommer unangenehme Gerüche verbreite, so wieder zum Fließen gebracht werden.

Über Details und zu erwartende Auflagen verhandele man noch mit dem Wasserwirtschaftsamt und der Unteren Naturschutzbehörde. Auch um den Hochwasserschutz entlang der Haidenaab wolle sich die Stadt möglichst zügig kümmern, kündigte Stangl an. Angesichts der klimawandelbedingt wohl immer öfter drohenden Überflutungen gelte es zu handeln, wobei auch die südlich angrenzenden Flusslaufabschnitte bis Dießfurt sowie der Pressather Bach in die „Flutgefahruntersuchungen“ einbezogen werden müssten.

Fördermittel für Ausbau der Kernwege

Fertiggestellt ist der Plan für die gemeinsame Neugestaltung des stadteigenen mittleren Eybwegs und einer angrenzenden privaten Parkplatzfläche. Ende September rücken für etwa sechs bis acht Wochen die Bauarbeiter an. Entstehen soll eine mit gesägten Granitsteinen gepflasterte ebene Anlage, eine verkehrsberuhigte Zone will die Stadt dort vorerst nicht ausweisen.

Aus der Sitzung des ILE-VierStädtedreieck-Vereins (Integrierte Ländliche Entwicklung) informierte Bürgermeister Stangl, dass der Ausbau der „Kernwege“ (Gemeindestraßen und Wirtschaftswege von besonderer Bedeutung) im westlichen Kreis Neustadt/WN voraussichtlich einige Jahre beanspruchen werde, da nach Auskunft des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz das „Kernwegeprogramm“-Budget „sehr knapp kalkuliert“ sei: „Erste Ausbaumaßnahmen werden wohl frühestens in drei bis vier Jahren stattfinden können, die Umsetzung des Gesamtprogramms könnte sich über 15 und mehr Jahre hinziehen.“ Eventuell ließen sich aber andere Fördermittel, etwa aus der „Stabilisierungshilfe“, erschließen.

Für die Gestaltung des Freizeitsees Dießfurt werde der ILE-Verein einen Vertrag mit dem Büro „Eneca“ schließen, das auch den „Steinberger See“ konzipiert habe. Die Stadt werde nun mit „Eneca“ über die Details einer Erschließung des Areals mit Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen zu beraten haben.

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