Kleintransporter mit 60 Kilogramm explosiver illegaler Fracht erwischt

Waldsassen. Sie reisten den weiten Weg von den Niederlanden nach Tschechien, um sich mit illegalem Feuerwerk einzudecken. Die Fahnder der Grenzpolizei Waldsassen beendeten am Wochenende die Shoppingtour dreier Niederländer mit 60 Kilogramm illegalem Feuerwerk.

Das Bild zeigt einen Teil der sichergestellten Feuerwerkskörper. Foto: Polizeiinspektion Waldsassen

Einen Kleintransporter mit niederländischer Zulassung stoppten die Fahnder am Samstagmittag im Stadtgebiet von Waldsassen, nachdem dieser aus Tschechien eingereist war. Das Fahrzeug, besetzt mit drei Niederländern im Alter von 22, 28 und 45 Jahren, sollte es in sich haben, wie sich bei der anschließenden Kontrolle herausstellte.

Verpackt in großen Müllsäcken

Bei der Überprüfung des Laderaums stießen die Beamten auf eine explosive Fracht. Der Laderaum des Kleintransporters war gut gefüllt mit Feuerwerkskörpern, die das Trio in Tschechien erworben hatte. Verpackt in großen Müllsäcken brachte die in Deutschland nicht zugelassene Pyrotechnik rund 60 Kilogramm auf die Waage.

Eine Genehmigung für die Einfuhr beziehungsweise den Umgang mit der gefährlichen Fracht konnte das Trio den Polizisten nicht vorweisen. Die Niederländer reisten extra aus ihrem Heimatland an, um sich in Tschechien für Silvester mit den Feuerwerkskörpern einzudecken. Etwa 900 Euro bezahlten sie für die Ware auf einem Markt in Tschechien.

5.000 Euro Sicherheitsleistung

Jeden der drei Insassen konnten die Beamten eine bestimmte Menge zuordnen.
Um die Durchführung des Strafverfahrens sicherzustellen, ordnete die Staatsanwaltschaft Weiden die Erhebung einer Sicherheitsleistung bei dem Trio an. So mussten sie insgesamt 5.000 Euro an Ort und Stelle bei den Grenzpolizisten bezahlen, bevor sie ihre Heimreise fortsetzen durften. Die explosive Fracht stellten die Grenzpolizisten sicher.

Bis zur Freiheitsstrafe

Bereits in den vergangenen Wochen stellten die Beamten der Polizeiinspektion Waldsassen vermehrt die gefährlichen Feuerwerkskörper bei Reisenden aus der Tschechischen Republik sicher. Neben dem niederländischen Trio stoppten die Beamten am vergangenen Wochenende sechs weitere Reisende mit nicht zugelassenen Feuerwerkskörpern.
Wegen ihrer Gefährlichkeit ist die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper unter Strafe gestellt.

Wer solche Feuerwerkskörper trotzdem nach Deutschland einführt, verstößt gegen die Vorschriften des Sprengstoffgesetzes. Dies kann zu einer Geldstrafe oder sogar Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren führen.

Die sichergestellten Feuerwerkskörper müssen zudem fachgerecht durch eine Spezialfirma entsorgt werden. Die Kosten für die Entsorgung hat zusätzlich zur Geldstrafe der Verursacher zu tragen. In dem Fall der drei Niederländer liegen die Kosten hierfür bei rund 1000 Euro.

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