Königsfischen des Fischervereins: Brüder ringen um den Titel

Grafenwöhr. Der Fischereiverein hat neue Könige: Josef Biersack und Noah Hauer hatten beim Kameradschafts- und Königsfischen das größte Anglerglück. Die Spannung hielt bis zuletzt.

Der neue Fischerkönig Josef Biersack (rechts) und der Vizekönig Johann Biersack (links) sind stolz auf ihre Fänge. Bild. Renate Gradl

Nach zweijähriger coronabedingter Pause konnte am Sonntag wieder das traditionelle Kameradschafts- und Königsfischen des Fischereivereins Grafenwöhr abgehalten werden. Die Nacht von Samstag auf Sonntag war deshalb für viele Angler die kürzeste im Jahr, denn wer einen guten Angelplatz für das um 5.00 Uhr beginnende Fischen ergattern wollte, musste früh aufstehen.

Über 100 Angler an Vereinsgewässern

So waren manche Angler schon um 4.00 Uhr und zum Teil noch früher am Angelplatz. Für das Angeln war das gesamte Vereinsgewässer freigegeben. Deshalb konnte man am Sonntag früh auch einige Angler am Stadtweiher antreffen, der normalerweise gesperrt ist. Bei schönem Angelwetter versuchten über hundert Angler ihr Glück. Die einen gingen an die Fließgewässer, andere an die stehenden Vereinsgewässer.

Spannung an der Waage

Aufgrund des warmen Wetters waren die Fische aber nicht so bissfreudig. Insgesamt 53 Angler kamen dann mit ihrem Fang zum Abwiegeplatz an die Opelkiesgrube zwischen Gmünd und Josephsthal. Beim Abwiegen herrschte großes Interesse wer wohl der neue Fischerkönig werde. Schon bald stellte sich heraus, dass die dreijährige Regentschaft des amtierenden Fischerkönigs Walter Rimkus zu Ende geht, da Ehrenmitglied Johann Biersack einen 15 Pfund schweren Karpfen fangen konnte. 

Königsfisch an Land gezogen

Doch die Spannung blieb bis zum Schluss des Abwiegens erhalten. Der Bruder von Johann Biersack, zweiter Vorsitzender Josef Biersack kam mit seinem kapitalen Fang zum Abwiegeplatz. Ihm ging in der Haidenaab ein 19 Pfund schwerer Karpfen an die Angel – ein wahrer Königsfisch. Bei den jugendlichen Anglern blieb es ebenso spannend. Der von Oliver Brors gefangene Karpfen mit 2.940 Gramm war lange der schwerste Fisch, bis Noah Hauer seinen Fang zum Abwiegen brachte. Der Jugendliche hatte den Königsfisch, einen Karpfen mit einem Gewicht von genau 4.000 Gramm fangen können.

Gemütliches Beisammensein nach dem Event

Zum Abwiegen, das erster Wasserwart Günther Stümpfl zusammen mit Schriftführer Sebastian Arnold durchführte, sind Brachsen und Karpfen gebracht wrden, aber auch sehr viele Zwergwelse, deren Bestand im Rahmen des Hegefischens reduziert werden sollte. Insgesamt hat man Fische mit einem Gesamtgewicht von rund 190 Kilogramm gefangen. Viele Angler saßen noch lange an der Opelweiherhütte zusammen und tauschten manches Anglerlatein aus. Für das leibliche Wohl sorgten Klaus und Berthold Guthmann sowie Jugendleiterin Cristi Brewitzer.

Siegerehrung am Fischerfest

Im Laufe der vergangenen Woche sind die abgegebenen Startkarten von Schriftführer Sebastian Arnold noch ausgewertet und die Einzel- und Mannschaftssieger sowie die Stadtmeister ermittelt worden. Die Proklamation der neuen Fischerkönige, die Ehrung der Stadtmeister sowie die Preisverleihung der übrigen Gewinner erfolgte beim großen Fischerfest am Sonntag, 26. Juni auf dem Festplatz in Grafenwöhr. Alle Angler waren dazu recht herzlich eingeladen.

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