Kohlberg muss sparen, wie viele andere Kommunen auch

Kohlberg. Der Marktgemeinde Kohlberg ergeht es nicht anders wie vielen anderen Kommunen, das Geld wird knapp.

Die evangelische Kirche soll saniert werden. Foto: Hans Meißner
Die evangelische Kirche soll saniert werden. Foto: Hans Meißner
Der Kindergarten hat in 2023 ein Plus erwirtschaftet, der Betrag wird gut geschrieben. Foto: Hans Meißner
Der Kindergarten hat in 2023 ein Plus erwirtschaftet, der Betrag wird gut geschrieben. Foto: Hans Meißner
Die ehemalige Turnhalle (links im Bild) wird die erste Maßnahme am Bürgerhaus. Foto: Hans Meißner
Die ehemalige Turnhalle (links im Bild) wird die erste Maßnahme am Bürgerhaus. Foto: Hans Meißner
Im Sitzungssaal im Rathaus glühten die Köpfe bei der Erstellung des Haushaltes für 2024. Foto: Hans Meißner
Im Sitzungssaal im Rathaus glühten die Köpfe bei der Erstellung des Haushaltes für 2024. Foto: Hans Meißner
Foto: Hans Meißner
Foto: Hans Meißner
Foto: Hans Meißner
Foto: Hans Meißner

Keine Veranstaltung mit Unterhaltungswert war die letzte Marktgemeinderatssitzung in Kohlberg. Die Kämmerin der VG-Weiherhammer, Tanja Bittner, hatte die schwierige Aufgabe den Markträten ein schwieriges Zahlenwerk näherzubringen. Leicht viel dem Gremium die Zustimmung zu den vorgelegten Unterlagen nicht, es blieb aber nichts anderes übrig.

Wir haben bewusst die Verabschiedung des diesjährigen Haushaltes hinausgeschoben, um relativ detaillierte Zahlen zu haben, so Bürgermeister Gerhard List. In schwierigen Verhandlungen haben wir uns beim Bürgerhaus auf einen Stufenplan geeinigt, grundsätzlich gibt es zur Sanierung keine Alternative, so List. Als Erstes wird der große Bürgersaal (bisherige Turnhalle) und der Bereich der Feuerwehr angegangen. Wenn es die Finanzen wieder zulassen, wird der kleine Bürgersaal und alle weiteren Räumlichkeiten angegangen, erläuterte der Bürgermeister.

Einwohnerzahl bleibt konstant

Der vorgelegte Haushaltsentwurf schloss beim Verwaltungshaushalt mit 2.922,500 Euro ab, der Vermögenshaushalt mit 1.045,300 Euro ab. Die Hebesätze für Grundsteuer A, B und Gewerbesteuer wurde auf einheitlich 350 v.H. festgelegt. Die Einwohnerzahl hat nur um 4 Personen nach Unten verändert.

Im Jahr 2023 wurde eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt. Hierzu gehört die weitere Planung für das Bürgerhaus, Wasserleitungen nach Wasserrohrbrüchen erneuert, Arbeiten an der Kläranlage, die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED und die Baumaßnahme „Naturerlebnisweg“ wurde abgeschlossen. Die freiwilligen Leistungen an die Vereine und Organisationen sieht man als sinnvolles und soziales wichtiges Angebot an die Bevölkerung.

Wenn man die Zahlen aus 2023 du 2024 gegenüberstellt, so Bittner, dann fällt der diesjährige Haushalt um 233.100 Euro geringer aus. Einen Einbruch um rund 60.000 Euro. Alle weiteren Einnahmen sind relativ unverändert geblieben. Bei den Ausgaben sieht dies anders aus. Kreisumlage, Zinsausgaben und VG-Umlage sind gestiegen, teilweise gewaltig.
Für die Abwasserbeseitigung sind 415.075,43 Euro an verbesserungsrelevanten Kosten angefallen, diese müssen noch von den Haushalten finanziert werden.

Die Erhöhung der Kreisumlage schmerzt

Die Kreisumlage des Landkreises Neustadt/WN ist seit 2020 um rund 100.000 Euro stiegen. Aufgrund der Berechnung und des gestiegenen Umlagesatzes sind 2024 602.993 Euro fällig. Spätestens 2025 rechnet die Marktgemeinde wieder mit einer wesentlich niedrigen Umlage.
Die Rücklagen sind zwar in den letzten Jahren angestiegen, die Entnahme für 2024 beträgt allerdings 251.700 Euro, so Bittner. Durch die Tilgung von Krediten senkt sich der Schuldenstand von 532.987 Euro auf 451.887 Euro.

Da wir beim Eingang der ersten größeren Rechnungen für das Bürgerhaus flüssig sein müssen, steht ein Kassenkredit in Höhe von 487.000 Euro dem Markt Kohlberg zur Verfügung. Der Stellenschlüssel hat sich nicht verändert.

Zweiten Bürgermeister Adrian Blödt macht die Finanzsituation der Marktgemeinde Sorgen. Das Bürgerhaus, so Blödt, wird hauptsächlich durch Kredite und Entnahme der Rücklagen finanziert, bis die Zuschüsse eingehen. Die Kämmerin äußert sich hierzu, dass die Gewerbesteuereinnahmen wieder steigen müssen, ebenso die staatlichen Zuschüsse.
Die Abrechnung des Kindergartens schloss mit einem Plus ab, der Betrag wird gutgeschrieben.

Kein Geld mehr für kirchliche Baumaßnahmen

Die evangelische Kirche plant die Sanierung der Pfarrkirche, es wurden verschiedene Mängel festgestellt. Aufgrund der finanziellen Lage, gibt es vom Markt keine Zuschüsse zu den Baumaßnahmen, das gilt für beide Konfessionen.

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