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Kolumne Eric Frenzel: Anlauf

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Flossenbürg/Oberstdorf. Eric Frenzel fiebert auf den nächsten Wettkampf hin. Wie er sich vorbereitet und worauf es jetzt ankommt!

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"Die letzten Trainingssprünge von der Großschanze gelingen gut, ich bin zufrieden. Die Trainer wollen nochmal ,dass ich hochgefahren werde, um noch ein letztes Mal zu springen, ich winke ab. Die Sprünge reichen, den guten Eindruck, den ich von mir selbst habe, möchte ich nicht verwässern, man muss im Training vor dem Wettkampf mit einem guten Sprung aufhören, das habe ich nun gemacht.

Heute Nachmittag steht ein leichtes Lauftraining in der Loipe auf dem Programm, natürlich bei schönsten Rahmenbedingungen: blauer Himmel, Sonnenschein, „weltmeisterschaftliches“ Wetter!

Mental vorbereiten und Kraft sammeln

Am frühen Abend werde ich mich dann zurückziehen, um mich mental auf den morgigen Wettkampf vorzubereiten. Ruhe finden, Kraft sammeln, sich auf sich zurückziehen – dabei spielen Erinnerungen aus meinem mittlerweilen reichhaltigem Sportlerleben eine wichtige Rolle. Ich rufe innerhalb von Tagträumen meine wichtigsten Erfolge vor, häufe so auch nochmal innerlich Selbstbewusstsein an.

Ich weiß, dass ich mehr als andere, auf den Punkt bei Großveranstaltungen da sein kann, weil sich Versagensängste bei mir nicht breit machen, ich bin konzentriert auf den Punkt, so wie vor zwei Jahren in Seefeld, wo ich mich nach einer nun wirklich verkorksten Saison auf der WM-Großschanze zurückgemeldet hatte und den Titel holen konnte. Diese Saison lief um einiges besser: sieben Top-Ten-Platzierungen bei den Weltcups, drei Podestplätze und im ersten Wettkampf der Weltmeisterschaft den vierten Platz, dazu eine gute Leistung in der WM-Staffel.

Mit Glück zum Sieg

Die Leistungsfähigkeit ist da. Als Titelverteidiger werde ich morgen im Normalfall ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Vergabe der Medaillen geht. Mein Ziel ist das Podest, mein Ziel ist der Titel, was soll ich da rumreden. Ich fühle mich wirklich gut, es könnte klappen, spannend werden die Kämpfe auf der Schanze und in der Loipe allemal. Der Sieger wird auch ein wenig Glück auf seiner Seite haben müssen, dafür ist die Leistungsspitze zu dicht.

Ein letzter Spaziergang in den Abendstunden wird mich einstimmen auf den morgigen Tag: Sotchi 2014 Olympiasieg, Pjoengchang 2018 Olympiasieg, Seefeld 2019 Weltmeistertitel, Oberstdorf 2021? 

Mein Bestes werde ich geben und dann sehen, wozu es gereicht hat.

Herzlichst Eric"

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