Kolumne Eric Frenzel: „Dieter aus Potsdam“

Flossenbürg. Vor den olympischen Wettbewerben legt Eric Frenzel großes Augenmerk auf seinen Körper und besucht den Spezialisten Prof. Dr. Dieter Lazik, der ihn schon in der Vergangenheit von Schmerzen befreit hat.

„Wir nähern uns mit großen Schritten den olympischen Wettbewerben und es gilt weiterhin, Hausaufgaben zu erledigen. Neben dem Springen und dem Laufen habe ich großes Augenmerk auf meinen Körper, der die Grundlage für meine beiden Sportarten ist. Immer 3 bis 4 Wochen vor einem Großereignis besuche ich Prof. Dr. Dieter Lazik in Potsdam, einen renommierten Sportbiologen, der über 25 Jahre Forschung zu Muskeln, Sehnen und Gelenken in seinen Knochen hat.

Netzwerk aus Spezialisten

Dieter hat immer gute Laune, was sicherlich daran liegt, dass wohl die meisten Patienten und Besucher die Praxis in einem besseren körperlichen Zustand wieder verlassen. Dieter ist einer der Spezialisten aus dem mittlerweile schon legendären sportmedizinischen und sportwissenschaftlichen Netzwerk meines Managers Stephan Peplies, das über zwanzig Jahre mit forschenden Wissenschaftlern, die zugleich gute Praktiker sind, aufgebaut wurde und das ich nutzen darf.

Diagnose und Therapievorschlag innerhalb 60 Sekunden

Vor Pyeon Chang 2018 war es Dieter, der mir zwei Tage vor dem Abflug Verklebungen der Muskulatur rund um meine Knie löste, die weites Springen verhindert hatten. Der Ausgang der Intervention ist bekannt und die Hälfte der Goldmedaille gehörte somit Dieter aus Potsdam.

In der Hoffnung, dass gleiche Rituale gleiche Folgen nach sich ziehen, betrete ich die Hallen des Meisters. „Na, mein Freund, habe schon alles im Fernsehen gesehen, beim Stockschub in der Loipe hast du nicht den letzten Punch, stimmt`s? Wir müssen an die Muskulatur des hinteren Schulterblatts ran!“ – Diagnose und Therapievorschlag innerhalb 60 Sekunden – Ergebnis jahrelanger Zusammenarbeit.

„Mach dein Ding!“

Tatsächlich hat Dieter – wie so oft – Recht: Die Muskulaturen im hinteren Schulterblatt sind verklebt, die Muskeln sind also nicht aktiv, andere müssen die Arbeit mitübernehmen und ermüden entsprechend schnell. Fehlende Schubkraft, fehlende Spritzigkeit sind die Folgen, die ich in den letzten Rennen selbst gespürt habe, ohne zu wissen, wo die Ursache liegt.

Zwei Stunden und ein wenig Schmerz später, verlasse ich die Liege. Für Peking bekomme ich noch einen slow wave von ihm geschenkt, ein Erdmagnetfeld gegen den Jetlag und für Regeneration. „Mach dein Ding!“ sagt Dieter und bittet den Nächsten um Eintritt.

Herzlichst Eric Frenzel“

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