Kulinarische Überraschung: der Schenk-Schinken

Neustadt/WN. Geschenke, die wie die Liebe durch den Magen gehen - die Metzgerei Guber zeichnet sich durch Qualität und Charakter aus.

Bild: Landkreis Neustadt/WN

Geschenke sind doch etwas Wunderbares. Wenn sie dann auch noch wie die Liebe durch den Magen gehen, erfreuen sie die Beschenkten ganz besonders. Die Metzgerei Guber ist quasi der Amor, der mit einer kulinarischen Überraschung direkt in das Herz des Beschenkten trifft.

Der „Schenk-Schinken“

Das Ehepaar Guber der Manteler Metzgerei sind die Erfinder des sehr beliebten „Schenk-Schinkens“. Doch was macht einen Schinken, der örtlich besser unter dem Namen „Geräuchertes“ bekannt ist, so besonders?

Erstens wird das Geräucherte natürlich als beliebtes Stück Fleisch auf jeder Brotzeitplatte serviert und zweitens lässt es sich dank der Gubers als personalisierter Gaumenkitzler für jegliche Anlässe überreichen. Susanne und Michael haben sich von einer Idee des Steak-Grillens inspirieren lassen, wobei das Grillfleisch mit eingebrannten Logos oder Brands wie „Meins“ markiert wird.

Von Hand gezeichnet

Über Jahre hinweg haben die Beiden an ihrer Idee getüftelt, die Schwarte ihres Geräucherten ebenfalls mit Logos oder Texten zu versehen. Damit das Produkt für jeden zugänglich ist, haben sie im letzten Jahr den Online-Konfigurator www.schenkschinken.de online gebracht.

Die Motive werden dabei fast immer von der Chefin des Hauses von Hand gezeichnet. Wie sie ihr Geräuchertes dann schließlich mit Geburtstagswünschen, Firmenlogos und anderen Motiven für jeglichen Anlass versehen, soll dabei ein Firmengeheimnis bleiben.

Beste Qualität – ist ja logisch

Bei aller optischer Aufwertung zählt bei der Familienmetzgerei primär die Qualität ihrer Produkte. „Wir legen besonderen Wert auf die lange Reifezeit unseres Schinkens von sechs bis acht Wochen. Industriell hergestellte Schinken reifen hingegen im Schnitt binnen einer Woche. Doch nicht nur die Dauer des Abhängens ist uns wichtig, sondern auch, womit geräuchert wird. Wir benutzen dazu ausschließlich Buchenspäne der heimischen Wälder aus der Gegend um Pressath“, erklärt Seniorchef Hans.

Doch bevor es zur Räucherung kommt, muss auch die Schlachtung vollzogen werden. Die Gubers schlachten noch selbst – was heutzutage schon Seltenheitswert hat.

Schlachtfrische Qualität

„Der Vorteil ist, dass alles in unserer eigenen Hand liegt. Wir wissen, dass die Transportwege unserer Schlachttiere nicht länger als 30 Minuten dauern, woher die Tiere stammen und wie sie gehalten wurden. All das in Summe macht sich am Ende in der Qualität unserer Produkte bemerkbar, es schmeckt alles schlachtfrisch“, wirft Michael ein – eine glaubwürdige Vorgehensweise, die zum Gesamtkonzept der Metzgerei passt.

Denn die Familie kennt ihre regionalen Partner und pflegt jahrelange Freundschaften zu „ihren“ Landwirten und Erzeugern. Doch Regionalität bedeutet für die Gubers keinesfalls Hochpreisigkeit. Sie sehen das Problem darin, dass der Begriff „Regional“ nicht geschützt ist und sich somit viele Produkte damit schmücken, obwohl sie es eigentlich gar nicht sind. Ihre Schmankerln verstehen sie daher mehr als Landkreisprodukte.

Fairness zahlt sich aus

„Gerade jetzt, wo die Schweinefleischpreise wieder im Keller sind, setzen wir auf gegenseitige Fairness. Wir springen nicht auf die gesteuerten Dumpingpreise auf, sondern entlohnen unsere Partnerlandwirte mit angebrachten Preisen, da es für uns wichtig ist, dass die Bauern vernünftig arbeiten können – dem Tierwohl und schlussendlich unseren Lebensmitteln zu Liebe“, lässt uns Senior Hans Guber in sein tägliches Miteinander einsehen.

Eine Reise um die Welt

Als Michael Guber kürzlich eine Wurstverpackung schon aus reinem Berufsinteresse genauer unter die Lupe nahm, traute er seinen Augen nicht, welche Weltreise auf dem Etikett verzeichnet war:

Das Schwein wurde in Dänemark geboren, in Bayern großgezogen, in den Niederlanden geschlachtet und schlussendlich in Italien zur Wurst verarbeitet – und schließlich zum Billigpreis im Supermarkt angeboten. Für den Metzger mit Achtung vor Tier und Qualität ist das ein misslicher Zustand.

Moderne Qualitätsprodukte

An pfiffigen Ideen mangelt es dem Metzgerteam nicht, Qualität mit modernen Produkten zu verbinden. Bereits 2011 schlug der erste bayrische Wurst- und Grillfleischautomat große Wellen in den deutschen Funk- und Fernsehsendern. Die Auszeichnung mit dem Service-Innovationspreis im Berliner Bundestag war dabei die Krönung.

Die Einführung der Bergbratwurst, das absolute Top-Produkt der Metzgerei Guber, sowie ihr moderner Facebook- und Instagram-Auftritt, verschaffte ihnen schließlich viele regionale, aber auch überregionale Fans. Es bleibt spannend, welchen kulinarischen Pfeil der „Guber-Amor“ als Nächstes abschießt.

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Bilder: Landkreis Neustadt/WN.

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