Ländliches Wegenetz bekommt ein Update

Erbendorf. Zum Ausbau der vorhandenen landwirtschaftlichen Wege und Straßen als interkommunales Kernwegenetz werden von Amt für Ländliche Entwicklung rund 3,2 Euro in Aussicht gestellt.

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Mehr als nur der sprichwörtliche „Feldweg“. Symbolbild: pixabay

Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz hat ein weiteres Verfahren zur Umsetzung des Kernwegenetzkonzepts der Steinwald-Allianz eingeleitet und stellt dafür rund 3,2 Millionen Euro Fördermittel in Aussicht. Damit sollen vorhandene landwirtschaftliche Wege und Straßen ausgebaut werden.

Ländliche Wege oft stark beschädigt

Die rasante Entwicklung in der Landtechnik mit größeren, schwereren Transport- und Erntemaschinen sowie höheren Fahrgeschwindigkeiten überfordern vielfach das ländliche Wegenetz. Zudem drängen immer mehr Radfahrer, Spaziergänger und auch Autofahrer auf die früher rein landwirtschaftlich genutzten Wege. Ein großer Teil der ländlichen Wege und Straßen weist deshalb erhebliche Schäden auf.

Bereits Ende 2018 wurde ein erstes Verfahren zur Ertüchtigung des Kernwegenetzes angeordnet. Hier wurden neun Kernwege mit einer Gesamtlänge von rund 8,6 Kilometern ausgebaut. In dem jetzt angeordneten Verfahren sollen in den nächsten Jahren weitere sieben Wege mit rund 7,8 Kilometern Länge zum Ausbau kommen.

Möglichst wenige Eingriffe in die Natur

Der Ausbau der Wegeverbindungen findet auf bestehenden Trassen statt, um den Flächenverbrauch und mögliche Eingriffe in den Naturhaushalt gering zu halten. Zudem wird bei den Maßnahmen auf eine geregelte Wasserführung geachtet, bei der das Oberflächenwasser in der Fläche zurückgehalten wird. Der notwendige Grunderwerb liegt in der Verantwortung der Kommunen und soll auf freiwilliger Basis erfolgen.

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