Landkreis und Stadt auf Ukraine-Flüchtlinge vorbereitet

Stadthalle Neustadt als Notunterkunft eingerichtet

Neustadt/WN. Der Landkreis Neustadt hat sich auf die Aufnahme und Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine vorbereitet. Ein erster, zentraler Anlaufpunkt kann dabei die Stadthalle in der Kreisstadt Neustadt/WN sein.

Bürgermeister Sebastian Dippold, Landrat Andreas Meier und die beiden Katastrophenschutzbeauftragten Klaus Lotter und Michael Giehl beim Ausladen der Feldbetten. Fotos (2): Landratsamt Neustadt/Marcel Weidner

Auf die Bitte von Landrat Andreas Meier hin, hat Bürgermeister Sebastian Dippold die Halle vorerst für die kommenden Wochen frei gegeben. Bereits letzte Woche hat das Team des Katstrophenschutzes um Klaus Lotter und Michael Giehl Material wie Feldbetten und Schlafsäcke, die im Katstrophenschutzzentrum des Landkreises in Neuhaus eingelagert waren, nach Neustadt gebracht, wo man so nun sehr kurzfristig Schlafgelegenheiten für Flüchtlinge eingerichtet hat. Auch die Verpflegung kann durch die Gastronomie in der Stadthalle gewährleistet werden.

Dezentrale Unterkünfte im Landkreis

Von der Stadthalle aus, sollen die Menschen dann in dezentrale Unterkünftige im Landkreis weiter verteilt werden. Der Krisenstab des Landkreises trifft sich bereits seit Ende Februar regelmäßig und trifft die nötigen logistischen und organisatorischen Maßnahmen und Vorbereitungen für die Aufnahme und Unterbringung der geflüchteten Menschen. Auf der Homepage des Landkreises unter www.neustadt.de/ukraine werden alle relevanten Informationen möglichst tagesaktuell gesammelt und zur Verfügung gestellt.

Katastrophenschutz spiel wichtige Rolle

Die Feldbetten in der Stadthalle Neustadt/WN werden geräumt, sie ist keine Notunterkunft mehr. Neben der Halle soll dafür ein Containerdorf entstehen. Foto: Landratsamt Neustadt/WN

Der Begriff „die Ruhe vor dem Sturm“ würde es am besten beschreiben, als sich Landrat und Bürgermeister ein Bild vor Ort machten. Meier bedankte sich ausdrücklich bei Dippold für die unbürokratische Hilfe und unterstrich, dass der Landkreis gerüstet sei: „Wir haben sowohl aus der Flüchtlingskrise von 2015, als auch aus der Coronapandemie gelernt, dass der Katastrophenschutz eine gewichtige Rolle spielen muss und deshalb auch unsere Hausaufgaben gemacht. Ich bin deshalb optimistisch, dass wir in der jetzigen Situation auch mit der Unterstützung zahlreicher auch ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer und mit der Rückendeckung aus der breiten Bevölkerung den Menschen aus der Ukraine schnell und kompetent helfen können.“

Schwierig sei es zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch, die tatsächlichen Zahlen und die Dimension des anstehenden Einsatzes abzuschätzen, so Meier. Bürgermeister Dippold ergänzte: „Diese Ungewissheit ist tatsächlich das Schwierige in dieser Sache. Da wir nicht wissen wann wer kommt, können wir uns nur so gut wie möglich vorbereiten. Das ist hier jetzt geschehen.“

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