LandKULTUR mit Dudelsackmusik aus Domažlice

Waldthurn. Mit der "Dudelsackmusik aus Domazlické konnten die Organisatoren der LandKULTUR wieder mit etwas ganz Besonderen aufwarten.

Der Hostauer Bürgermeister Miro Rauch (vorne links) und der Waldthurner Rathauschef Josef Beimler (vorne rechts) spielen zur Unterhaltung der 100 Zuhörer und unter der Anleitung des Moderators Kamil Jindřich (Mitte dazwischen) gemeinsam am „Brummtopf“. Foto: Franz Völkl

Es ist bemerkenswert, was der Waldthurner Kultursommer für Highlights im Gepäck hat. Der Partnerschaftsbeauftragte Uli Völkl hatte zusammen mit dem Bürgermeister Miroslav Rauch von der Waldthurner Partnerstadt Hostau (Tschechien) mit der „Dudelsackmusik von Domazlické“ eine Besonderheit zum Fuße des Fahrenbergs, sinnigerweise am Hostauplatz, arrangiert.

Gäste aus dem Chodenland

Der Waldthurner Bürgermeister Josef Beimler begrüßte das tschechische Musikquintett aus Domazlice, das in typischer Chodentracht gekommen war, und freute sich auf den musikalischen Leckerbissen aus dem befreundeten Nachbarland. „Wir präsentieren heute die Dudelsackmusik aus dem Chodenland, wozu auch Hostau gehört“, sagte der Sprecher der Gruppe Kamil Jindrich, der vorzüglich, unterhaltsam und in deutscher Sprache moderierte, den Kontrabass spielte und mitsang.

Geschichten aus dem Leben

Im Mittelpunkt des Abends stand aber das Dudelsackspiel mit Josef Kunes, der Direktor der Musikschule in Taus (Domazlice) ist. Ihm zur Seite standen die begeisternde Martina Pincová an der Geige und die beiden sehr professionellen Klarinettisten Josef Stoces und Josef Sarábek.

Alle Protagonisten brachten sich auch mit vorzüglichem Gesang ein. Die Musik war für die Waldthurner Zuhörer vorerst gewöhnungsbedürftig, schnell sprang trotz Verständigungsschwierigkeiten die Fröhlichkeit und Freude, auf die Zuhörer über.

„Die Lieder erzählen Geschichten aus dem Leben der Choden, von Liebe, Landschaft, Region, Freundschaften und Bier – aber auf keinen Fall von der Arbeit“, so Moderator Jindrich. Das Zusammenspiel der fünf MusikerInnen war grandios und einzigartig.

Der Dudelsack im Mittelpunkt

Beim Dudelsack handelt es sich um ein besonderes Instrument. Kunes bediente gleichzeitig mit dem linken Arm den Blasebalg, der die Luft in den großen Blasebalg liefert, daraus wurde durch Druck mit dem rechten Arm die Luft für die Spielpfeife und gleichzeitig die Basspfeife am Dudelsack zugeführt. Kunes hatte auch noch zum Spiel gesungen – eine wahre Meisterleistung.

Viele Volksinstrumente kamen zum Einsatz

Zur Abwechslung spielten das Ensemble Instrumentalkompositionen mit Solospiel auf verschiedenen, fast vergessenen Volksinstrumenten wie der Teufelsgeige oder auch dem Brummtopf. Nachdem der Waldthurner Hostauplatz durch die Marktgemeinde nach der Partnerstadt benannt wurde, hat nun dieses Areal auch musikalisch, vorzügliche „tschechische Weihen“ durch diese professionellen Musiker erfahren.

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