Literaturcafé: Balladen und Lieder rund ums Wasser

Weiden. Im Maria-Seltmann-Haus hatte das Literaturcafé zu „Balladen und Liedern“ eingeladen. Das Publikum war begeistert.

Der Taucher von Friedrich Schiller wurde von der Theatergruppe „MimOldies“ aufgeführt. Foto: Reinhard Kreuzer

„Unruhige Zeiten, Corona hat uns noch fest im Griff und der Krieg in der Ukraine hält uns in Atem, da wird es Zeit, einmal auf andere Gedanken zu kommen“, sagte der Leiter der Theatergruppe „MimOldies“, Winfried Bühner, bei der Begrüßung.

Das Maria-Seltmann-Haus hatte nicht nur Senioren in das Literaturcafé zu „Balladen und Liedern“ eingeladen. Diese Vorträge hatten alle etwas mit Wasser zu tun, einmal romantisch und fantasiereich, einmal existenzbedrohend und sentimental.

Theatergruppe spielte Goethes Fischer

Begrüßt hatte das Instrumentaltrio „Zwischentöne“, mit Elfriede Bühner, Winfried Siller und Gerhard Arnold, die Gäste mit dem Stück „Die launische Forelle“ von Franz Schubert. Der „Oldies“-Chor ließ das Bächlein rauschen und die Theatergruppe spielte den „Fischer“ von Johann Wolfgang von Goethe nach. Dabei ließ sich der Fischer von einer nixenartigen schönen Frau in ihren Bann ziehen.

Sketche von Schiller

Winfried Bühner schlüpfte in die Rolle des Zauberlehrlings. Foto: Reinhard Kreuzer

Sketche von August von Platen und Friedrich Schiller mit dem Ring des Polykrates sowie die instrumentalen Liedeinsätze mit vier Variationen um die Forelle begeisterten das Publikum. Weniger romantisch und überschwänglich ging es beim „Der Taucher“ von Friedrich Schiller zu. Und dann sage einer, die Senioren wären zu keiner großen Leistung bereit. Wer hat nicht „Der Zauberlehrling“ von Goethe in der Schule auswendig lernen müssen. Winfried Bühner sprach es mit Mimik am Mikro völlig auswendig auf.

„John Maynard“ von Theodor Fontane

Bei rauer See erlebten die Zuhörer die kurze Aufführung von Theodor Fontanes „John Maynard“, als der Vater noch einmal in die See stach und ein sinkendes Schiff bestieg. Auf dem Mast war ein Matrose. Es war sein verschollener Sohn, den er so aus höchster Not rettete. Bürgermeister Reinhold Wildenauer lobte die Darbietungen und freut sich schon auf das nächste Literaturcafe.

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