Love-Scamming: eine perfide Betrugsmasche

Edelsfeld. Eine Frau (40) wurde von Betrügern durch dir sogenannten Love-Scamming-Masche um einen fünfstelligen Euro-Betrag gebracht und machte sich dabei möglicherweise selbst strafbar.

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Die Frau aus der Gemeinde Edelsfeld überwies im vergangenen Jahr insgesamt knapp 30.000 Euro an einen bisher unbekannten Empfänger an der Elfenbeinküste. Aufgrund dessen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen sie eingeleitet.

Dabei wurde bekannt, dass die Frau Opfer eines sogenannten Love-Scammings geworden war. Ein bisher unbekannter Täter nahm online Kontakt zu ihr auf und baute über einen längeren Zeitraum ein Vertrauensverhältnis auf, bis diese vom Bestehen einer Liebesbeziehung überzeugt war. Immer wieder forderte er unter verschiedenen Vorwänden Geldbeträge, die die Frau auf ein Konto an der Elfenbeinküste übermittelte. Der Unbekannte gab sich als französischer Soldat, der in Westafrika stationiert ist, aus.

Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg hat die Sachbearbeitung in dem Fall inne und ermittelt gegen den bisher unbekannten Täter aufgrund eines banden- und gewerbsmäßigen Betrugs.

Love- beziehungsweise Romance-Scamming

Beim Romance- oder Love-Scamming nimmt ein Cyberkrimineller zum Beispiel über soziale Netzwerke oder Online-Partnerbörsen Kontakt mit einem möglichen Opfer auf. Über einen längeren Zeitraum wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Oft werden dann Geldforderungen gestellt, teilweise auch unter Druck. Aufgrund der vermeintlich vertrauensvollen Beziehung werden Geldforderungen häufig auch erfüllt.

Wie kann man sich vor Love-Scamming schützen?

  • Ignorieren – auf keinen Fall Geld überweisen
  • Sichern – alle Mails und Chats speichern
  • Blockieren – jeglichen Kontakt abbrechen
  • Hilfe holen – Anzeige bei der Polizei erstatten

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