Marktgemeinderat Floß wieder uneins über Stützmauer

Floß. Und wieder entzweit eine Stützmauer unter einem Gartenzaun den Marktgemeinderat. Im Ortsteil Ziegelhütte soll eine solche unter einen Zaun gebaut werden. Nicht nur der CSU-Sprecher Sebastian Kitta findet das „nicht tolerierbar“.

Der Marktgemeinderat hatte in seiner jüngsten Sitzung mehrere Bauanträge vorliegen; nicht in jedem Fall war das Einvernehmen einstimmig. Foto: Gabi Eichl

Der Bebauungsplan „Ziegelhütte“ lässt Stützmauern wie die geplanten grundsätzlich nicht zu, höchstens als Ausnahme. Die vorgesehenen Mauern im Norden und Westen des Anwesens – die im Westteil steht schon – dienen jeweils als Standsicherheit für das Nachbargrundstück.

Die bereits gebaute Mauer im Westen wurde über die Grundstücksgrenze hinaus gebaut.
Mit vier Gegenstimmen erteilt der Marktgemeinderat der notwendigen Befreiung vom Bebauungsplan sein Einvernehmen. Dem Landratsamt soll ein entsprechender Hinweis zur Prüfung der Ausführung gegeben werden.

CSU-Sprecher: Situation „nicht tolerierbar“

Andrea Gollwitzer (CSU) hatte gefragt, ob mit einer Zustimmung lediglich dem Plan zugestimmt werde, was Bürgermeister Robert Lindner bejahte. Günter Stich (SPD) hielt fest, dass der Markt hier keine Legitimation ausgebe. Sebastian Kitta (CSU) hält die Situation eigenem Bekunden nach für „nicht tolerierbar“.

Keine Probleme hatte der Marktgemeinderat mit folgenden Bauanträgen: Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage auf Flurnummer 1172/9 (Gemarkung Floß), Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage auf Flurnummer 159/3 (Gemarkung Gösen), Anbau an das bestehende Wohngebäude auf Flurnummer 1020/3 (Gemarkung Floß).

Neue „G´sundheitsbotschafterin“ gesucht

Julia Bayer (CSU) hat das Amt der „G´sundheitsbotschafterin“ aus persönlichen Gründen niedergelegt, wie Lindner informierte. Er dankte der Markträtin für deren Engagement. Der Markt sucht nun einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin.

Zustand des jüdischen Friedhofs gewürdigt

Im Rahmen der regelmäßigen Besichtigungen verwaister jüdischer Friedhöfe
fand im Juli eine Begehung des Flosser jüdischen Friedhofs und der Synagoge statt, an der Vertreter des Innenministeriums, des Landratsamtes und des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern teilgenommen haben. Der gepflegte Zustand der Anlagen sei dabei gewürdigt worden, sagte Lindner. Beanstandungen habe es keine gegeben.

Wie geht es weiter mit dem Glasfaser-Angebot?

Joachim Wagner (CSU) zeigte sich erfreut, dass die Asphaltarbeiten im Zusammenhang mit Teil II des Breitbandausbaus in Niedernfloß und Oberndorf abgeschlossen sind.

Mathias Schnabl (CSU) erkundigte sich nach dem Sachstand zum privatwirtschaftlichen Ausbau durch die Glasfaser Direkt GmbH. Laut Lindner läuft die sogenannte Vorvermarktungsphase mit einer Dauer von etwa drei Monaten demnächst an. Informationen gibt es auf der Landing-Page Floß unter www.glasfaser-direkt.de. Die Gemeinden Altenstadt/WN, Neustadt/WN und Störnstein hätten sich diesem Vorhaben ebenfalls angeschlossen.

1075-Jahr-Feier: Festausschuss feilt an Details

Zur 1075-Jahr-Feier des Marktes und dem fünften Flosser Heimatfest im Jahr 2023 berichtete Lindner, in den vergangenen Sitzungen des Festausschusses seien weitere Details zu Bands, Catering, Technik und anderes mehr geklärt worden.

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