Massiver Mangel an Bauland in Etzenricht

Etzenricht. In Etzenricht mangelt es an Baugrund. Bürgermeister Martin Schregelmann greift das Thema in der Bürgerversammlung auf.

Die Innensanierung der Ludwig-Meier-Schule gehört zu den großen finanziellen Herausforderungen der kommenden Jahre. Foto: Gabi Eichl

Größere Probleme hat die Gemeinde nicht, aber sie hat nicht alles, was stark nachgefragt ist: Es fehlt an Bauland, und das seit Jahren schon. Bürgermeister Martin Schregelmann greift das leidige Thema in der Bürgerversammlung auf.

Schregelmann hat die etwas undankbare Aufgabe, einen leicht überholten Bericht vorzutragen, den er für eine Bürgerversammlung im November vergangenen Jahres vorbereitet hatte. Damals wurde die Bürgerversammlung zum zweiten Mal in Folge wegen der Pandemie abgesagt. Seine Zahlen sind demnach ein gutes halbes Jahr alt. Es soll aber in diesem Jahr noch einmal eine Bürgerversammlung stattfinden.

Schaffung von Baugrund primäre Aufgabe

Der Bürgermeister bezeichnet die Erschließung neuer Bauplätze als primäre Aufgabe. Immerhin gilt Etzenricht wegen seiner Nähe zu Weiden als attraktiver Baugrund. Die Infrastruktur ist für einen etwas mehr als 1.500 Einwohner zählenden Ort gut ausgebaut:

Es gibt Kindergarten und Schule, letztere mit offenem Ganztagsangebot, Wasser- und Abwasserleitungen, Straßen, alles in relativ gutem Zustand, 95 Prozent der Haushalte haben schnelles Internet. Aber die Gemeinde kann Bauwilligen seit Jahren nichts anbieten. Ein kleines Baugebiet mit etwa sechs Parzellen ist laut Schregelmann in der „Aign“ geplant. Mehr geht im Moment nicht.

Baugrund für Gewerbetreibende

Wenigstens Gewerbetreibenden wird die Gemeinde Baugrund anbieten können. Der Gemeinderat plant die Ausweisung eines neuen Gewerbegebietes mit Tankstelle, „das unsere Gemeinde noch attraktiver machen wird“, sagt Schregelmann. Und auch ein Sondergebiet für ein neues Senioren- und Pflegeheim hat die Gemeinde ausgewiesen; derzeit warte man auf die Genehmigung durch das Landratsamt.

Keine Probleme – keine Bürgerfragen

Der Bürgermeister ist gewillt, alle Fragen seiner Bürger zu beantworten. „Feuer frei“, sagt Martin Schregelmann nach seinen Ausführungen. Aber das Dutzend Bürger vor ihm hat keine Fragen. Und so endet die Bürgerversammlung nach einer guten halben Stunde. Eine Gemeinde ohne größere Probleme.

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