Mehr Geld für Willkommenskultur und Demokratie

Tirschenreuth. Das Bundesfamilienministerium hat die Mittel für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ in der Region aufgestockt. Die Landkreise Wunsiedel, Tirschenreuth, Hof und die Stadt Hof erhalten jeweils zusätzlich 10.000 Euro für Projekte zur Arbeit mit Flücht­lingen und Asylsuchenden. Gefördert werden sollen damit Aktionen und Initiativen, die mit Demokratie- und Integrationsprojekten für Flüchtlinge und Ein­heimische die hiesige Willkommenskultur stärken.

Bereits jetzt engagieren sich in der Region viele Bürgerinnen und Bürger, um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen zu unterstützen, Begegnungen zu ermöglichen und das Zusammenleben zu verbessern. Um dieses Engagement zu stärken, haben die Landkreise Wunsiedel, Tirschenreuth, Hof und die Stadt Hof beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eine Aufstockung der Mittel im Aktions- und Initiativfonds des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ beantragt. Mit Erfolg: In jeder der vier Gebietskörperschaften stehen für dieses Jahr nun 30.000 Euro für Demokratie- und Integrationsprojekte zur Verfügung.

Bislang ist für 2015 nur ein Teil dieser Gelder ausgegeben, weshalb die Chancen auf eine Projektförderung verhältnismäßig gut sind,

sagt Stefan Denzler von der zuständigen Koordinierungs- und Fachstelle am Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad. Er berät und unterstützt Initia­tiven dabei, die Förderung im Bundesprogramm zu beantragen. Gefördert werden Projekte, die die politische Bildung, die Vernetzung und das gegenseitige Kennenlernen von Einheimischen und Asylsuchenden ermöglichen und verbessern. „Sowohl dauerhafte Begegnungs- und Kulturtreffs als auch regelmäßige Workshops zu interkulturellen Kompetenzen sind förderfähig“, erläutert Denzler.

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Gegen Menschenfeindlichkeit

Neben aktuellen Projekten zur Willkommenskultur seien darüber hinaus auch Vorhaben gefragt, die Positionen gegen Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stärken, beispielsweise mit Aktionen gegen Antisemitismus, Homophobie oder Islamfeindlichkeit.

Vereine, Verbände, Sozial- und Bildungseinrichtungen sowie Bündnisse und Initiativen gegen Rechts können sich noch bis zum 30. September auf eine Förderung bewerben. Das Antragsformular und Informationen dazu gibt es auf der Homepage der Koordinierungs- und Fachstelle, die bei der Projektstelle gegen Rechtsextremismus im EBZ Bad Alexandersbad angesiedelt ist.

Eine von 218 Kommunen

Welche Projekte im Einzelnen gefördert werden, entscheidet in jeder Kommune ein sogenannter Begleitausschuss der Partnerschaften für Demokratie, der mit ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern aus der Zivilgesellschaft besetzt ist.

Die Landkreise Wunsiedel, Tirschenreuth, Hof und die Stadt Hof sind vier der bundesweit 218 Kommunen, die in den nächsten fünf Jahren vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Geld für Demokratieförderug und zur Extremismusprävention bereitgestellt bekommen. Unterstützt werden zivilgesellschaftliche Initiativen, die sich für ein demokratisches und vielfältiges Miteinander einsetzen. Ein gemeinsames Ziel ist dabei der Kampf gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit.

Mehr Informationen auf: www.demokratie-leben-in-der-mitte-europas.de

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