Wirtschaft

Meisterhafte Haarschnitte: Handwerkskammer verleiht Meisterbriefe

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Nordoberpfalz. Viele Absolventen haben sich ihre Meisterbriefe verdient, in Weiden haben die Friseurmeisterinnen und -meister ihre Anerkennung abgeholt.

Diese erfolgreichen Absolventen liefern Meisterhafte Haarschnitte! HWK-Vizepräsidentin Kathrin Zellner (1. Reihe, 1. von links) und HWK-Prüfungsausschussmitglied Michael Knauer (4. Reihe, 1. von rechts) gratulieren bei der Übergabefeier. Bild: Foto Kraus

Knapp 900 Handwerksmeister aus 28 verschiedenen Berufen haben von März 2020 bis Februar 2021 im Gebiet der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt. Da eine große Feier zu Ehren der Meister pandemiebedingt nach wie vor nicht stattfinden kann, die Handwerkskammer den erfolgreichen Absolventen die Meisterbriefe heuer aber wieder persönlich überreichen möchte, finden über ganz Ostbayern verteilt mehrere kleinere Übergabeveranstaltungen statt. Eine davon in der Max-Reger-Halle in Weiden.

Meisterbrief ist Qualitätssiegel

16 Friseure nahmen am Abend ihren Meisterbrief in einer Feierstunde persönlich entgegen. Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder übermittelte seine Glückwünsche per Videobotschaft und betonte dabei: „Der Meister ist einer der schwersten und eine der besten Ausbildungen, die man schaffen kann.“ Das Handwerk sei laut Söder unverzichtbar: „Ob Corona, Klimawandel, Finanz- oder Eurokrise, das Handwerk ist immer notwendig.“

Frisch gebackene Friseurmeister und -meisterinnen 

  • Kathrin Brüderer, Pressath 
  • Daniel Guttenberger, Amberg
  • Aylin Strocka, Weiden 
  • Vanessa Hofacker, Neustadt/WN
  • Stefan Sahinbay, Amberg 

Auch Laudatorin Kathrin Zellner, Vizepräsidentin der Handwerkskammer und selbst Friseurmeisterin, bekundete in ihrer Lobrede ihre Anerkennung und Wertschätzung gegenüber den Handwerksmeistern: „Sie sind der Inbegriff des Labels ‚Made in Germany‘ – einem Begriff, der für Qualität und Leistung steht. Was sie anfertigen, anbieten und vollbringen hat Hand und Fuß. Sie sind die Qualitätssiegel, um die uns die Welt beneidet.“ Nach harten Monaten, die im Zeichen von Corona gestanden und in denen die Handwerksmeister viel gebüffelt, gearbeitet und gebangt hätten, sei es für die Absolventen nun an der Zeit, die Früchte ihres Erfolges zu ernten und ihren langersehnten Meisterbrief entgegenzunehmen, so Zellner.

Meister sind beste Werbung für das Handwerk

Sie stellte auch die Perspektiven, die sich den Jungmeistern eröffnen, in den Mittelpunkt: Sei es die Selbstständigkeit, eine leitende Position, die Herausforderungen der Digitalisierung, die Weiterbildung zum Betriebswirt im Handwerk oder die Übernahme eines Unternehmens. „Corona zum Trotz – Sie schaffen das“, ermutigte Zellner die Anwesenden. Sie rief die Absolventen zudem auf, aktiv für ihr Handwerk zu werben. Gerade jetzt in der Krise sei dies umso wichtiger, immerhin gebe es noch viele freie Lehrstellen.

Die Berufsorientierung gestalte sich für Schulabgänger in diesen Zeiten ohnehin als besonders schwer. Digitale Berufsmessen und Infotage hätten einen guten Erfolg gebracht, doch die besten Positiv-Beispiele für eine gelungene Karriere im Handwerk seien nach wie vor die jungen Handwerksmeister selbst.

Friseur und Kraftfahrzeugtechniker beliebte Abschlüsse in 2021

Der Meistertitel im Kfz-Technikerhandwerk war in diesem Jahrgang bei den Männern am beliebtesten, mit 173 Männern und vier weiblichen Teilnehmerinnen war er insgesamt der begehrteste Meisterabschluss.

Unter den Frauen kommt die überwiegende Anzahl der Meisterinnen aus dem Friseurhandwerk. Insgesamt 77 Absolventen, darunter elf Männer, haben sich in diesem Beruf weiterqualifiziert. Die Frauenquote aller Meisterabsolventen lag insgesamt bei 13,8 Prozent. Den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung erhalten heuer 157 Absolventen. Sie gehören im Freistaat zu den besten 20 Prozent in ihrem Beruf.

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