Kultur

Mensch und Natur im Einklang: Neues Umweltareal "Zum Grünen Band"

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Bärnau. Wo früher Zäune und Mauern unsere Länder trennten, breitet sich heute Natur aus. Im Geschichtspark Bärnau-Tachov eröffnete jetzt das neue Umweltareal "Zum Grünen Band".

 

Der große Moment: das Band wird durchgeschnitten. Bild: Ilona Hunsperger/Geschichtspark

Zwar ließ sich die Sonne etwas bitten, aber das tat der freudigen Stimmung bei der Eröffnung des neuen Umweltareals keinen Abbruch.

Knapp 30 Besucher nahmen an der Feier im Außenbereich des Geschichtsparks Bärnau-Tachov teil. Zusammen mit dem Projektpartner Revis in Tachov startete der Verein Via Carolina – Goldene Straße e.V. im Frühjahr 2020 das Projekt „Wir lernen das Grüne Band kennen“, gefördert durch die Europäische Union im Programm ETZ Ziel 3.

Zwei Umweltareale mit Bildungskonzepten

Seitdem entstanden in Bärnau und Tachov zwei Umweltareale mit Bildungskonzepten. Die Einweihung in Tachov wird am 22. Oktober stattfinden.

Besondere Themen sind die Geschichte des Grünen Bandes, Biodiversität und Konflikte zwischen Mensch und Natur. Im Areal in Bärnau wurde ein Teich geschaffen, ein Damm aufgeschichtet, eine künstliche Industriebrache gebaut und ein Erlebnissteg mit Hängebrücke und Sitzbereich angelegt.

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Vorsitzender des Vereins Alfred Wolf lobte die planerische und handwerkliche Leistung des Projektleiters Michael Winkler.

Er scherzte zudem über die bis zuletzt unsichere Teilnahme des Projektleiters, da an diesem besonderen Tag auch die Geburt seines Kindes erwartet wurde und wünschte bereits der zukünftigen Familie alles Gute.

Die Natur kennt keine Grenzen

Mit emotionalen Worten sprach Winkler über die Bedeutung des Grünen Bandes für die Menschen damals und heute: „Wo früher Zäune und Mauern unsere Länder trennten, breitet sich heute Natur aus. Denn Natur kennt keine Grenzen“.

Ursula Schimmel von BUND Naturschutz gratulierte zu dem gelungenen Areal und gab den Zuhörern einen kurzen Überblick über die Geschichte des Grünen Bandes. Anschließend segnete Pfarrer Konrad Amschl das Gelände und sprach den Veranstaltern seine besten Wünsche aus.

Der große Moment

Dann kam der große Moment: Lächelnd durchschnitten die beiden Projektleiter Kateřina Zajíčková (Revis) und Michael Winkler (Via Carolina – Goldene Straße e.V.) das breite Blumenband mit zwei Gartenscheren.

Das Gelände ist ab jetzt kostenfrei für die Öffentlichkeit zugänglich. Buchbare Führungen sollen ab 2022 möglich sein. Geplant sind zudem ab dem kommenden Jahr Programme mit Schülern in allen Altersstufen, um die Geschichte lebendig zu halten und um die Gründe zu zeigen, warum dieser grüne Gürtel entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs schützenswert ist.

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