Militärische Truppenbewegungen belasten Tanzflecker Ortsdurchfahrt

Freihung/Tanzfleck. Die Tanzflecker warten sehnlichst auf eine Entscheidung für den Bau der Ortsumgehung B 299.

So sieht aktuell der Verkehrsalltag in Tanzfleck aus – geprägt von Militärfahrzeugen. Bild: Siggi Bock

Glasfaserausbau, Hochbaumaßnahmen und das Problem Kindergartenplätze beherrschten ferner die informative Bürgerversammlung. Trotz mehrfachem Nachfragen komme es zu Verzögerungen bei der Auslegung des Planfeststellungsverfahrens, stellte Bürgermeister Uwe König fest.

Antwortschreiben der Regierung

Dazu trug er das Antwortschreiben der Regierung der Oberpfalz vor, nachdem die Planungen wieder dem Straßenbauamt (StBA) Amberg-Sulzbach überstellt worden seien. „Das StBA ist derzeit dabei, unsere Anmerkungen in die Unterlagen einzuarbeiten, mit dem Ziel, das Änderungs- und Ergänzungsverfahren noch in diesem Jahr zu beantragen. Sobald die überarbeiteten, vollständigen und belastbaren Unterlagen vorliegen, werden wir unverzüglich die öffentliche Auslegung veranlassen.“

Belastung durch Militärfahrzeuge

Josef Amann machte sich zum Sprecher der Anlieger, indem er die aktuelle Situation in Tanzfleck darstellte: „Aufgrund des Ukrainekriegs führen die verstärkten Truppenbewegungen zu einer unzumutbaren Belastung. Panzer und Fahrzeugtransporte mit Material-Containern fahren während der Nacht mit gefühlt deutlich zu hohen Geschwindigkeiten durch Tanzfleck. Dazu erhöht eine durch das hohe Gewicht der Schwertransporter verursachte Fahrbahnabsenkung deutlich die Lärmbelästigung.“ Es komme, so Amann, tagsüber immer wieder zu Staus in der Ortsdurchfahrt, wenn Militärkonvois von der B299 zum Tor 4 nach Grafenwöhr abbiegen und der Gegenverkehr aus Richtung Kaltenbrunn vom Begleitfahrzeug angehalten wird. Amann wünscht deshalb ein Gespräch mit Regierungspräsident Walter Jonas vor Ort. Bürgermeister König will dazu auch weitere Entscheidungsträger einladen. Herbert Kredler verwies in diesem Zusammenhang auf die Verkehrssituation in Seugast, durch zusätzlichen Schwerlastverkehr und eine Zunahme des Militärverkehrs Richtung Vilseck.

Knappe Plätze im Kindergarten

Zum „Bürgerbrief Kindergarten“ besorgter Eltern führte der Rathauschef aus, dass aktuell noch nicht klar sei, wohin die Reise gehe. Der Marktgemeinderat arbeite mit dem Träger weiter an einer Lösung. Um Planungssicherheit zu haben, sei es den Eltern wichtig, dass sie frühzeitig informiert werden, ob sie für ihr Kind einen Platz bekommen. König appellierte an die Eltern, den Fragebogen zur Bedarfsplanung mit verbindlichen Informationen im Oktober ausgefüllt zurückzuschicken.

Bürgeranfragen beantwortet

Bei den zahlreichen eingereichten Bürgeranfragen ging es um Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeiten, geplante Feierlichkeiten im Rahmen 900 Jahre Seugast, WLAN-Hotspot an der Vilsquelle. König beantwortete des Weiteren Anfragen zum Winterdienst und Zone 30 in der Mühlbergstraße Maßnahmen wegen Überflutung der Seugaster Kirchgasse bei Starkregen. Stellung bezog das Oberhaupt auch zu Anregungen und Kritikpunkten hinsichtlich Landschaftspflege und Ortsbild. Zurzeit sorgen Militär-Schwertransporter für Stau und zusätzlichen Lärm in der Ortsdurchfahrt von Tanzfleck.

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