Mit Elektromobilität Emissionen reduzieren

Floß. „Wir sind überzeugt, dass E-Mobilität viel stärker kommen wird“, sagt Thomas Kost, Leiter der Produktentwicklung bei Nexans autoelectric. Wegen der gesetzlich geforderten Reduzierung der Emissionswerte, müssten alternative Antriebe in den Fahrzeugflotten der Automobilhersteller zum Einsatz kommen – eine große Chance für die Unternehmensgruppe mit der Zentrale in Floß.

Von Benedikt Grimm

Kost geht auch von einem stärkeren Wertewandel in der Gesellschaft aus. Wenn eine stärkere Verbreitung erreicht werden kann, würden auch die Preise für die noch teureren E-Fahrzeuge sinken. Dass sich Nexans autoelectric für diese Entwicklung gut positioniert hat, erklärten Kost und Maria Schmidt bei einer Unternehmensbesichtigung der Jungen Union Floß. Bereits im Jahr 2008 zeichnete der Automobilzulieferer für die Antriebsverkabelung des E-Minis verantwortlich. „Das war strategisch eine wichtige Entscheidung und wir haben dabei viel gelernt“, blickt Claudius Grüner, zuständig für den Bereich E-Mobilität, zurück. Inzwischen sei das Unternehmen Serienlieferant für den i3 und i8 und habe im vergangenen Jahr zwei weitere deutsche Premiumhersteller als Kunden in diesem Segment gewinnen können.

Probefahrt mit dem sportlichen i3

Ein Exemplar des i3 steht im Fuhrpark der Flosser Unternehmenszentrale für Dienstfahrten bereit und kann auch von den Mitarbeitern für Erprobungs- und Bewertungsfahrten getestet werden. Auch die Mitglieder der Jungen Union um Ortsvorsitzende Julia Reinl durften ein paar Runden über das Firmengelände drehen.

Annähernd zwei Drittel der rund 450 Mitarbeiter zählenden Belegschaft in Floß seien Akademiker, ein Großteil davon mit technischer Ausrichtung. Die Bordnetzentwicklung sei eine interdisziplinäre Herausforderung, mit vielen unterschiedlichen Fachbereichen und werde an Komplexität weiter zunehmen. Um auch weiterhin genügend qualifizierte Fachkräfte gewinnen zu können, setzt der Automobilzulieferer auf eine enge Zusammenarbeit mit Hochschulen. Im Bereich Duales Studium wird mit den Hochschulen in Amberg, Ingolstadt und Landshut kooperiert. Außerdem ist Nexans autoelectric an der Finanzierung des neuen Masterstudiengang „Das physische Bordnetz“ an der Hochschule Landshut beteiligt.

Höhepunkt einer Betriebsbesichtigung: Die Mitglieder der Jungen Union drehten mit dem BMW i3 von Nexans autoelectric einige Runden über das Betriebsgelände. Bild: B. Grimm

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