Mit Lernrobotern in die Zukunft

Kirchenthumbach. Wirtschaft und Bildung arbeitet zusammen - was vor einigen Jahren noch recht ungewöhnlich war, ist heute selbstverständlich und lebensnotwendig für unsere Zukunft. Einer dieser Schritte in die digitale Zukunft wurde nun in der Kirchenthumbacher Schule vollzogen, als 16. Einrichtung in der Region. Weitere Bildungseinrichtungen werden folgen.

Die Schüler der Grund- und Mittelschule können sich über neue Lernroboter freuen. Als Teil der Aktion „MINT Sprint Nordoberpfalz“ der Wirtschaftsjunioren (WJ) Nordoberpfalz sind kürzlich die programmierbaren Geräte an Schulleiterin Andrea Wolfram übergeben worden. Die Wirtschaftsjunioren haben sich zum Ziel gesetzt, alle 20 Mittelschulen der Nordoberpfalz mit Robotern auszustatten, um die so genannten MINT-Kompetenzen – also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu fördern“.

„Die regionale Wirtschaft ist dringend auf gut qualifizierten Nachwuchs angewiesen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, begründet Florian Rieder, Geschäftsführer der WJ, die Initiative. Kirchenthumbach ist die 16. Station im „Sprint“. Schulleiterin Andrea Wolfram bedankte sich herzlich für die Zuwendung von 1.500 Euro. Zusammen mit Benedikt Heindl, Fachberater für Informatik im Schulamtsbezirk Neustadt und Lehrer für Informatik in Kirchenthumbach, entschied man sich für vier LEGO Education SPIKE Prime Sets. Die Sets eignen sich hervorragend für den MINT-Unterricht.

Dringend auf gut qualifizierten Nachwuchs angewiesen

Schülerinnen und Schüler ab einem Alter von zehn Jahren lernen anhand des Sets die Welt des Programmierens und die Vielseitigkeit der Robotik. Das Lernkonzept vereint farbenfrohe Bauelemente mit einer intuitiven, kindgerechten Drag- & Drop-Software, die auf der Programmiersprache Scatch basiert. Entlang von Lernzielen der Lehrpläne kann jeder realitätsbezogene Aufgaben erarbeiten. So lässt sich nicht nur die berufliche Welt am Modell veranschaulichen, sondern auch Spaß an diesen echten Herausforderungen vermitteln.

Die Schulleitung ist begeistert, dass durch die Aktion „MINT Sprint“ die Schülerinnen und Schüler beste Voraussetzungen haben, um auch im Bereich Programmieren des im LehrplanPlus der Mittelschule in den Jahrgangsstufen 5 bis 9 verpflichtenden Fachs Informatik gute Leistungen zu erbringen. Somit seien die Jugendlichen noch besser für die berufliche Zukunft aufgestellt. Angedacht sind die Sets ebenfalls für die Arbeitsgemeinschaft Robotik/Informatik und die Lernwerkstatt. Die Offene Ganztagsschule kann ebenfalls auf die Sets zugreifen.

Mittelschulen weiter vernetzen

Die Schule Kirchenthumbach ist Teil des Schulverbunds Vierstädtedreieck, der zum bayerischen Modellversuch „StarSV“ – Starke Schulen, starker Verbund“ gehört. Dieser soll die überörtliche Vernetzung der Mittelschulen in Verbünden weiter vorantreiben und so diesen Schulzweig stärken. „Dass die Aktion hervorragend geklappt hat, ist nicht zuletzt den weiteren Kooperationspartnern wie der Kommune, vertreten durch Bürgermeister Jürgen Kürzinger, sowie dem Schulamt Neustadt, vertreten durch Schulamtsdirektorin Elisabeth Junkawitsch, zu verdanken“, betonte Andrea Wolfram abschließend.

Als sehr positiv beurteilte Elisabeth Junkawitsch das Unterrichtsfach MINT: „Wenn die Ausstattung fehlt, kann der Lehrer noch so gut sein.“ Es gehe darum, die Kompetenzen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik als erklärtes Ziel der Bildungspolitik zu stärken. Ein weiteres Augenmerk sollte man darauf richten, Mädchen für technische und naturwissenschaftliche Arbeitsfelder zu begeistern und zu qualifizieren. Das Vorurteil „Mädchen und technische Berufe passen nicht zusammen“, könne hier nachhaltig widerlegt werden.

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