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Mittelschule wertet Homeschooling-Umfrage aus: Wo hakts, was funktioniert gut?

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Tirschenreuth. Wie läuft es wirklich im Homeschooling? Die Mittelschule Tirschenreuth will es genauer wissen und hakt nach. Die Auswertung der eigenen Online-Umfrage gibt dem Schulteam wichtige Erkenntnisse, was gut funktioniert und wo Verbesserungsbedarf besteht.

Jürgen Bayer, Rektor der Johann-Andreas-Schmeller Mittelschule in Tirschenreuth, wertet die Umfrageergebnisse zum Homeschooling aus. Was läuft gut, wo hakt es? Bild: privat.

"Hinter uns liegen bereits elf Wochen im Distanzunterricht. Das sind elf Wochen, in denen wir keinen Schüler in Präsenz sehen oder unterrichten durften", lässt Rektor Jürgen Bayer Revue passieren. Ein langer Zeitraum, der für die gesamte Schulfamilie der Mittelschule Tirschenreuth eine große Herausforderung war: Statt morgens wie gewohnt die Schule zu besuchen, findet der schulische Alltag in den eigenen vier Wänden statt. Einen Deutschaufsatz schreiben während die Geschwister immer wieder ins Zimmer stürmen oder eine Videokonferenz trotz teilweiser schlechter Internetverbindung sind Teil des Schüleralltags geworden, wie Bayer weiß. Der digitale Alltag bringt neue Hürden mit sich.

Ziel: Individuelle Unterstützung je nach Bedarf

Als Verantwortlichem für die Mittelschule Tirschenreuth war Bayer deshalb wichtig, genau zu wissen, wie das Homeschooling bei den Kindern läuft. Deshalb habe die Schule allen Schülern mit einer Online-Umfrage rund ums digitale Lernen, die Versorgung mit Unterrichtsmaterialien und den Unterricht von zu Hause befragt.

Ziel dieser Umfrage waren aus Sicht des Rektors genauere Informationen zur aktuellen Situation aufgrund der Coronakrise zu erhalten und daraus Rückschlüsse für die weitere Zeit des Homeschoolings ziehen zu können. „Wir erwarten von unserer Umfrage aussagekräftige Zahlen zu den Meinungen und Verhaltensweisen unserer Schüler, die als Grundlage für die weitere Weichenstellung im Bereich des Homeschoolings dienen sollen“, erklärt Rektor Jürgen Bayer.

Die Ergebnisse sind jahrgangsstufenbezogen ausgewertet, damit später der Bedarf an Unterstützungsmöglichkeiten adäquat angepasst werden könne. "Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich der größte Teil der Schüler über die Schulorganisation sehr gut bis gut informiert fühlt", fasst Bayer zusammen.

Aufgaben großteils verständlich

70 Prozent der Schüler hätten demnach angegeben, dass die ihnen gestellten Aufgaben alle oder meistens gut verständlich waren und umfassend bearbeitet werden konnten. Mehr als die Hälfte der Schüler habe positiv bewertet, dass verschiedene Kommunikationskanäle zur Aufgabenbereitstellung und -bearbeitung im Einsatz sind.

Noch wichtiger für den Lernerfolg als die technische Ausstattung und die elterliche Unterstützung sind laut Umfrage zwei wesentliche Punkte, wie Bayer erklärt: Zum einen die Qualität der aufbereiteten Unterrichtsmaterialien für das Homeschooling und die Erreichbarkeit und Unterstützung durch den jeweiligen Lehrer. Zum anderen, wie selbstständig die einzelnen Schüler lernen können.

Rektor Jürgen Bayer gibt sich zuversichtlich: „Die spezifischen Problemlagen waren in den einzelnen Jahrgangsstufen durchaus unterschiedlich. Hier sind nun alle gefordert, individuelle Wege zu finden. Unser Ziel der Umfrage wurde damit erreicht. Somit sind wir nicht nur technisch optimal an der Mittelschule Tirschenreuth aufgestellt, sondern haben auch gewinnbringende Erkenntnisse gewonnen, was schon gut läuft und wo wir eventuell noch nachsteuern müssen, damit uns kein Schüler verlorengeht.“

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