Mittelstandsunion warnt vor massiven Energieproblemen und fordert Hilfe aus Berlin

Tirschenreuth/München. Wo drückt den Mittelstand der Schuh besonders? Das erfuhr der Bayerische Finanzminister aus erster Hand.

Die Sorgen des Mittelstands erörterte der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion, Leonhard Zintl (rechts), dem Finanzminister Albert Füracker in dessen Büro. Foto: Roman Melzner

Einen Arbeitsbesuch stattete der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion, Leonhard Zintl, dem Bayerischen Finanzminister Albert Füracker in dessen Büro ab. Laut einer Pressemeldung sicherte Füracker dem Mittelstand in den bevorstehenden schweren Zeiten seine Unterstützung zu.

Alle Energieformen

Der Wirtschaftsstandort Deutschland lasse sich nur mit ausreichender Energieversorgung sichern, sagte Leonhard Zintl. „Wegen des Kriegs brauchen wir zudem ein Konzept, um jederzeit über ausreichend viel Energie zu verfügen“, betonte der Kreisvorsitzender. Er mahnte an, dabei auf alle möglichen Energieformen zurückzugreifen.

Der Minister versicherte, dass er die Sorgen des Mittelstands, der mit Inflation,
Energieproblemen, Lieferkettenengpässen und Fachkräftemangel zu kämpfen habe, gut verstehen könne. Aus Berlin müssten auf die äußeren Einflussfaktoren die Weichen jetzt endlich
richtig gestellt werden, so Zintl. „Dafür ist die Politik zuständig“, forderte der Mittelstandsvertreter und prangerte ebenso wie Füracker das „ständige Hin und Her“ der Regierungsparteien an. Hier fehle es an Führung und klaren Vorgaben von oben. Wer hier die Menschen und Unternehmen im Regen stehen lasse, spiele mit dem Feuer und riskiere den Wohlstand in unserem Land, sagte Füracker.

Mehr als 100 Mitglieder

Der Finanz- und Heimatminister Albert Füracker gratulierte bei der Gelegenheit dem Kreisverband der Mittelstandsunion im Landkreis Tirschenreuth. Mittlerweile habe die Union mehr als 100 Mitglieder, informierte Zintl. Vom einfachen Handwerksmeister bis zum Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern würden über die Mittelstandsunion wichtig Informationen aus dem Berufsalltag an die politischen Entscheidungsträger herangetragen und zudem Kontakte und Wissenstransfers regelmäßig gepflegt, betonte Zintl.

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