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Mitterteich geht gegen Raser vor

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Mitterteich. Der Mitterteicher Stadtrat ist entsetzt: Statt den erlaubten 30 Stundenkilometern sind zahlreiche Autofahrer in der Stadt mit über 100 unterwegs. Das soll sich jetzt ändern.

Durch Mitterteich wird trotz der Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer immer noch zu schnell gefahren. Dies ergab die Auswertung der Messgeräte, die die Stadt an mehreren Punkten aufgestellt hatte. Teilweise sind Geschwindigkeiten mit über 110 Stundenkilometer gemessen worden. In der jüngsten Stadtratssitzung befasste sich das Gremium mit diesem Thema.

Nur ein Drittel der Fahrer hält sich an Beschränkung

Bürgermeister Stefan Grillmeier berichtete, dass in Mitterteich in der Vorstadt in beiden Fahrtrichtungen und in der Waldsassener Straße jeweils Tempomessgeräte aufgestellt wurden. Außerdem seien in den Ortschaften Großensterz und in Pleußen in der Fockenfelder Straße weitere Messgeräte aufgebaut gewesen. Wegen der erhöhten Geschwindigkeiten wolle man, nachdem mit der kommunalen Verkehrssicherheit Oberpfalz Rücksprache genommen wurde, in der Vorstadt und am Oberen Markt weitere Messstellen einrichten.

Nur ein Drittel der Verkehrsteilnehmer halte sich an die Vorgaben, so Grillmeier. Diese Messstellen hätten sich bewährt, so das Stadtoberhaupt. Deshalb schlug er vor, die aktuellen Messstellen unverändert zu lassen und zwei weitere Messgeräte anzuschaffen. Die Kosten bezifferte er auf zirka 5.000 Euro.

Raser sorgen für Lärmbelästigung

Josef Schwägerl von der CSU-Fraktion meinte dazu, es sei auffällig dass durch die Stadt zu schnell gefahren werde. Lediglich 80 Prozent der Verkehrsteilnehmer würden sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

Vor allem nachts und früh seien diese „Ausreiser“ auffällig. Dies sei auch mit Lärmbelästigung verbunden, gerade am Marktplatz. Brennpunkt sei nach wie vor Großensterz. Er schlug vor, auch in der Wiesauer Straße ein Messgerät aufzustellen.

"Die sind geisteskrank"

Heribert Hegen von der Wählergemeinschaft Zukunft Mitterteich stellte fest, dass Geschwindigkeiten von 110 und 114 kmh Vorsatz seien. „Die sind geisteskrank“. Er sprach sich ebenfalls für mehrere Messgeräte in der Stadt aus. Auch er beschwerte sich über die Lärmmacher, die mehrmals über den Marktplatz fahren, wenn Gäste im Wirtshaus sitzen. Er rief die Bürger dazu auf, die Fahrzeuge aufzuschreiben und der Polizei zu melden.

Der Bürgermeister pflichtete ihm bei und betonte: „Wir wollen im Ort mehr Sicherheit“. Von einem Überholmanöver am Oberen Markt berichtete Holger Paschedag. Dies seien lebensbedrohliche Situationen, zumal sich in diesem Bereich viele Personen, vor allem Kinder, aufhalten.

Gerhard Greim von der SPD-Fraktion pflichtete dem bei und bekräftigte eine weitere Messung in der Wiesauer Straße. Auch ihm seien ähnliche Situationen schon passiert, wenn er mit dem Fahrrad unterwegs sei.

Geldstrafen sollen Problem lösen

Auch Bernhard Thoma von den Freien Wählern sprach sich für einen Verbleib der Messstellen aus. Zusätzlich regte er an, auch zu anderen Zeiten zu kontrollieren, wenn der Verkehr nicht mehr so stark sei. Zweiter Bürgermeister Hans Brandl schlug vor, einen festen Blitzer in der Stadt einzurichten und verschärft zu kontrollieren. Nur mit Geldstrafen könne das Problem gelöst werden. „Wir müssen es schaffen, dass anständig gefahren wird“.

Abschließend einigte sich das Gremium, zwei neue Messgeräte anzuschaffen, die auch an den Ortseingängen Marktredwitzer und Tirschenreuther Straße eingesetzt werden.

Wahlplakate sorgen für Diskussion

Ein weiterer Diskussionspunkt in der Sitzung war ein Antrag der Freien Wähler, die Plakatierung für die kommende Bundestagswahl in der Stadt zu regeln. Dazu stellte der Bürgermeister fest, dass erst sechs Wochen vor der Wahl plakatiert werden dürfe. Und eine Woche nach der Wahl müssten die Plakate wieder entfernt sein, sonst würden Geldstrafen fällig.

Die Plakatgröße sei auf höchsten DIN A 0 festgelegt. Josef Schwägerl (CSU-Fraktion) schlug vor, eine Begrenzung von 20 Plakaten im gesamten Stadtgebiet für jede Partei vorzuschreiben. Die übrigen Parteivertreter stimmten dem Vorschlag zu. Das Gremium beschloss, dass maximal 25 Plakate von jeder Partei im gesamten Stadtgebiet aufgestellt werden dürfen.

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