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Mitterteicher baut den Garten des Grauens

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Mitterteich. Wolfgang Fleischer ist ein Horrorfan. Sein Grundstück hat er in einen Friedhof mit fast 70 Gräbern verwandelt. Aber auch so manches Skelett begrüßt an Halloween die Besucher. Denn der Mitterteicher lädt die Bevölkerung ein, seinem Gruselgarten am 31. Oktober einen Besuch abzustatten.

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Wolfgang Fleischer hat sein Grundstück in einen "Garten des Schreckens" verwandelt. Wer möchte, kann sich ihn am 31. Oktober ansehen. Foto: Theo Kurtz
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Im Sommer ist Wolfgang Fleischers Garten am Sieglrang 28 ein wahres Idyll. Eine Reihe von mächtigen Kübel-Palmen wiegen sich im warmen Wind und versprühen mediterrane Atmosphäre. Die Pflanzen hat der Mitterteicher zum Überwintern in die Garage gebracht und Platz geschaffen, um rechtzeitig vor Halloween einen Garten des Grauens zu gestalten. 14 Tage lang hat Fleischer aufgebaut. Dann kam Herbststurm Hendrik und wirbelte alles durcheinander. Der Gruselfan musste noch mal von vorne anfangen.

Totenköpfe aus Beton

Sein Grundstück hat er aktuell in einen Friedhof verwandelt. Nicht weniger als 69 Gräber hat er angelegt. Jedes ist mit einer Kerze und einem Grabstein versehen. Gelegentlich ragt auch ein (Plastik-)Knochen aus dem Laub heraus. Fleischer hat die Grabsteine selbst aus Styrodur-Platten gebastelt und mit einem Lötkolben noch die richtige Patina verpasst. Auch Namen sind drauf verewigt. So "ruht" in einer der letzten Ruhestätten ein gewisser Dalton. Dalton? Fleischer lacht. Die Namen stammen alle aus Horrorfilmen. Der Mitterteicher mag diese Streifen. Seine Frau weniger. "Aber die Gruselgarten-Idee findet sie toll", freut er sich.

Viel Handarbeit steckt in dem Schreckensareal. Die gut 30 Totenköpfe, die über das gesamte Grundstück verteilt sind, hat Fleischer aus Beton gefertigt und ausgehölt. Man kann Kerzen reinstellen. "Bei Dunkelheit ein Super-Grusel-Effekt", lacht Fleischer. Auch die "Massivmauern" hat er zurechtgeschnitten und bemalt.

Fleischer huscht als Zombie durch den Garten

Wer sich einen Weg durch die Gräberreihen bahnt, muss aufpassen. Da liegt ein blutverschmiertes blutiges Bein, das zum Zittern anfängt, wenn man drüberstolpert. Aus einer Kiste dringen Klopfgeräusche und aus einem echten, 70 Jahre alten Holzsarg entsteigt urplötzlich der Knochenmann. Und auch Wolfgang Fleischer selbst macht als Zombie eine erschreckend gute Figur.

Im vergangenen Jahr, als er zum ersten Mal seinen Gruselgarten für die Öffentlichkeit aufgesperrt hatte, saß er regungslos auf einem Stuhl. "Schau, der ist nicht echt", hatte damals ein kleiner Steppke gemeint und ihn keck am Kostüm gezupft. Der Bub bekam einen Mordsschreck, als er den Irrtum bemerkte. "Ich tauche immer wieder an den verschiedensten Ecken des Grundstück auf und jage den Gästen ein bisschen Angst ein", erzählt er.

Schreie des Entsetzens aus der Konserve

Die Besucher, die am Abend des 31. Oktober zum Gruselabend bei den Fleischers vorbeischauen, werden lautstark empfangen. Eine CD wird aufgelegt. Statt kleiner Nachtmusik gibts aber Horrorsound vom Feinsten, wie knarrende Türen oder Schreie des Entsetzens. Und gefeiert wird bei Fleischer auch, im kleinen Kreis versteht sich. 30 Nachbarn, Freunde und Bekannte werden in der Halloween-Nacht vorbeischauen und sich "Finger"-Food und vielleicht einen "Blut"-Wurz schmecken lassen.

Fleischer hat ein Faible für das Schaurig-Morbide. Als sein Sohn Philipp noch mit großer Begeisterung an Halloween von Haustür zu Haustür zog und Süßes oder Saueres verlangte, war der Papa immer dabei. Der Junge kam 2017 ;bei einem Verkehrsunfall ums Leben. "Ich führe diese Halloween-Tradition fort, anders eben – in meinem eigenen Garten", erzählt er. Und sein Sohn, davon ist er fest überzeugt, werde von oben herabschauen und sich mitfreuen.

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