Moderne Schießstände, „sagenhafte“ Leistungen

Preißach. Trotz der Pandemie blickt der Verein auf eine erfolgreiche Saison zurück - und schmiedet bereits vielversprechende Zukunftspläne.

Auf eine trotz vieler Einschränkungen erfolgreiche Saison blickten (von links) „Tannenzweig“-Schützenmeister Hans Hey, Vorsitzender Max Wagner, Sportleiter Dominik Petzak und Jugendleiter Alexander Hey zurück. Bild: Bernhard Piegsa

Trotz aller Einschränkungen war die Saison 2021/22 für die Schützengesellschaft „Tannenzweig“ in sportlicher Hinsicht überwiegend eine Erfolgssaison.

Für fast alle Teams, darunter der in der Bezirksoberliga Nord A schießenden ersten Luftgewehrauswahl, konnte Sportleiter Dominik Petzak bei der Hauptversammlung im Schützenheim den Klassenerhalt in den Rundenwettkämpfen und Rundenfernwettkämpfen vermelden. Aufhorchen ließen einige Wettkampf-Einzelleistungen.

„Startkarten für Bayerische Meisterschaft gesichert“

Bei den Gaumeisterschaften gaben vor allem Silvia Neukam mit 396,6 Ringen und einem ersten Platz in der Juniorenklasse I weiblich sowie die Drittplatzierten Theresa Neukam (Juniorenklasse II weiblich), Martin Groß (Schützenklasse I männlich) und Andreas Hey/Feilersdorf (Jugend männlich/Luftpistole) überzeugende Proben ihrer Treffsicherheit ab.

Hinzu kamen drei vierte, zwei fünfte, ein sechster und zwei siebente Plätze. Damit, so Dominik Petzak, hätten sich Silvia Neukam und Andreas Hey die Startkarten für die bayerische Meisterschaft gesichert.

Sagenhafter zweiter Platz

Auch bei der Bezirksmeisterschaft räumten die jungen „Starschützen“ ab: Silvia Neukam erzielte in der Klasse Junioren I weiblich den zweiten, Theresa Neukam und Andreas Hey in ihren jeweiligen Klassen je einen dritten Platz.

Mit einem „sagenhaften 7,2-Teiler“ ging Martin Groß aus dem Glücksscheibenwettbewerb des Gaukönigsschießens in Weiherhammer als Zweitplatzierter hervor. Als nächste Herausforderung, so Dominik Petzak, stehe vom 5. bis 18. September das Vereinskönigsschießen bevor, zu dem er sich eine rege Beteiligung erhoffe.

Folgen der Pandemie

Pandemiebedingt knapper fiel der Bericht von Schützenmeister Hans Hey aus, der an das Königsschießen 2021 erinnerte. Obwohl die Königsfeier durch viele Einschränkungen wie etwa den „Zapfenstreich“ um 24 Uhr überschattet gewesen sei, sei sie als „voller Erfolg“ in Erinnerung geblieben.

Verena Hey, Silvia Neukam und Matthias Ripper hätten im Juni am Standaufsichtlehrgang teilgenommen und wollten sich im August gemeinsam mit Johannes Neukam zu Vereinsübungsleitern qualifizieren. Jugendleiter Alexander Hey berichtete, dass das Training für die 14 Jungschützen seit Ende Januar wieder regelmäßig stattfinde. Für die erste Sommerferienwoche sei das traditionelle Zeltlager vorgemerkt.

Modernisierung der Schießstände

In seinem kurzen Rückblick ging Vorsitzender Max Wagner vor allem auf die Modernisierung der Schießstände ein, die um einen Beamer mit Leinwand zur Projektion der Schießergebnisse ergänzt wurden. Die Ergebnisse könnten auch auf einem Bildschirm angezeigt werden. Allen, die durch Geldzuwendungen zur Finanzierung dieses „Mammutwerks“ beitrugen, galt Wagners Dank.

Als Traditionsbruch wertete der Vorsitzende, dass nicht mehr die „Schützengesellschaft“, sondern die „Dorfjugend“ das von ihm als Jugendleiter 1990 initiierte Preißacher Johannisfeuer ausrichte. Diese Aufgabe sollte „in der Schützengesellschaft bleiben“, die ihren Nachwuchs dazu ermuntern solle, damit sich die Jugendarbeit des Vereins nicht nur auf das Schießtraining beschränke.

Amt der Schatzmeisterin

Einen Wechsel gab es im Amt der Schatzmeisterin: Als Nachfolgerin von Maria Dobmann wurde Stefanie Arnold gewählt. Die Grüße von Pfarrei und Gemeinde überbrachten Pfarrer Edmund Prechtl und Bürgermeisterin Carmen Pepiuk.

Zum Schluss kündigte Hans Hey Festveranstaltungen zum 100. Gründungstag der Schützengesellschaft an. Sofern die „Umstände“ es zuließen, sei für 2023 an ein Starkbierfest und einen Festkommers gedacht, ein Schützenfestwochenende solle 2024 folgen.

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