Kultur

Musikgranaten auf der Bühne im “Weidener Kultur-Bahnhof”

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Weiden. Der Auftakt mit den “Rusty Road Runners” aus dem Großraum Regensburg war ein riesen Erfolg. Ausverkaufte Biergartenplätze und tolles Wetter sorgten für eine tolle Atmosphäre. 

Eine tolle Performance von Martti Mäkkelä und den Road Runners sorgte für Begeisterung. Foto: Helmut Kunz

Nur gut, dass Mischer und Tontechniker Günter Hagn pumperlgsund war und sein Auto dabei hatte. So konnte der „Blue Haze“-Chef am Freitagabend während der Pause schnell heimfahren, seine Gitarre holen und im zweiten Set bei den „Rusty Road Runners“ für den bandscheibengeplagten „Roadrunner“-Gitarristen „Domingo“ einspringen. Was war das dann für ein klasse Abend auf der „Live Stage“ im „Weidener Kultur Bahnhof“.

Phänomenale Mischung

Songs wie „Honky Tunk Women“ und „Pokerface“ erledigten die „Runners“ im ersten Teil noch allein. Dann trat Gitarrenmeister Hagn das Mischpult an „Parapluie“-Wirt Bernd Mende ab, legte den Schalter souverän auf Akustik um und spielte komplexe Strukturen, wie „Wonderwall“ und „Bad Moon Rising“, als hätte er noch nichts anderes getan, als vielschichtigen „Rusty Rock“ zu machen.

Eine einzigartige Vermischung von Stilrichtungen.

Perfektes Wetter - perfektes Publikum

Das Wetter spielte mit. Mittags hatte es noch geregnet. Abends blieb es dann trocken. Der Biergarten war bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Motto der Regensburger Coverband, die auch eigene Mucke im Gepäck hatte, lautete „Live fast, live hard, live Rock 'n Roll!".

Musikalisch bewegt sich die Combo zwischen Blues/Bluesrock und Rock 'n' Roll, wobei auch manchmal Einflüsse aus Country und Folk zu hören waren.

Barfüßiger Deutsch-Finne Martti Mäkkelä macht seinem Ärger Luft

Am Samstag stand der Deutsch-Finne Martti Mäkkelä barfuß mit Gitarre und irischer Bouzouki auf der „Kultur-Bühne“, um am Lagerfeuer sein neues Album „Trad & Anger“ vorzustellen. Ein Wortspiel aus Tradition und Ärger, was natürlich mit der Coronazwangspause zu tun hatte. Eigentlich wollte Mäkkelä nur ein paar Melodien im Folk-Bereich ausprobieren.

Sein Erstlingswerk hatte ihm dann so gut gefallen, dass er gleich eine komplette CD mit Folkmusik und tiefgreifenden Texten einspielte. Zeit dazu war ja genügend vorhanden.

Die musikalische Ausrichtung des Exzentrikers, der selber schon in Konflikt mit der Obrigkeit geraten war, war ein direkter und ungeschliffener Folk, den er mit viel Wut im Bauch auf Krieg, Diskriminierung und Ungerechtigkeit geschrieben hat.

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